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✠ Österreich nimmt keine Afghanen auf, es leistet Hilfe vor Ort

Der österr. Kanzler und sein Innenminister wollen keine vom Tod bedrohten Menschen helfen, sondern sprechen nun immer von „Hilfe vor Ort“. Klingt doch gut, oder?
Wenn man nach der geplanten Hilfe fragt, gibt es jedoch keine Antwort.

Erinnern wir uns doch an die letzte „Hilfe vor Ort“ – sie betraf Griechenland. Wenn man sich diese Hilfe ansieht kann man nur staunen. Zuerst sprach man von Container, dann von winterfesten Zelten, aber in Wirklichkeit waren es nur Zelte mit einer elektrischen Heizung.

Nachdem die gesetzlichen Grundlagen geschaffen wurden brach am 15. September letzten Jahres ein gechartertes Transportflugzeug in Begleitung von Innenminister Karl Nehammer mit 55 Tonnen Hilfsgütern an Bord nach Athen auf. An Bord waren 400 Familienzelte mit Winterkit für 2000 Personen, 2000 Hygienepakete, 200 Zeltheizungen, 400 Zeltbeleuchtungen, 7400 Decken sowie 2700 aufblasbare Matratzen, Polster und Bettwäsche. Kostenpunkt, einschließlich des Transports: 720.000 Euro.

Am 1. Oktober lagerten die Güter noch immer am Flughafen in Athen. Man hätte die Güter also auch mit LKW´s versenden können.

Auch die Realität der „raschen Soforthilfe“ war ernüchternd. Die Aussage von Außenminister Schallenberg, Österreich helfe schnell, während anderswo noch diskutiert werde, ob in ein paar Monaten einige Flüchtlinge aufgenommen würden, entpuppt sich neben aller Überheblichkeit auch als falsch. Schliesslich kam auch nur ein Teil der Lieferung wirklich auf Lesbos an.
Und siehe da, die Zelte waren nicht winterfest weil die elektrischen Heizungen mangels Strom nicht angeschlossen werden konnte. Wieder einmal eine staatliche Superleistung.

Ich erinnere mich, dass die Sowjetunion vor Jahrzehnten, wenn sie in Afrika einen Flughafen errichtet hatten, immer auch einen Schneepflug mitlieferten. Damals konnten wir noch über soviel Dummheit lachen.

Die „Kleine Zeitung“ titelte: „Von Ratten angenagt, von der Welt vergessen.

“

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