Frankreichs Panzerlieferung an die Ukraine setzt Scholz unter Druck
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat der Ukraine am Mittwoch die Lieferung von leichten Panzern zugesagt. Seitdem ist in Deutschland die Debatte um die Lieferung von Panzern wieder hochgefahren. Der Druck auf Bundeskanzler Olaf Scholz wächst, seine zögerliche Haltung aufzugeben.
Das ist der Hintergrund: Frankreich hat der Ukraine Spähpanzer versprochen. Die Fahrzeuge des Typs AMX 10 RC fahren auf sechs Rädern mit einer Kanone, um gegnerische Positionen auszukundschaften. Die Panzer sind leicht, schlecht geschützt und entsprechen nicht den Waffen, die Kiew sich wünscht: Kampfpanzer aus Deutschland.
Das bedeutet die Lieferung für Berlin: Olaf Scholz hat in der Vergangenheit die Position vertreten, Deutschland werde nicht im Alleingang Panzer an die Ukraine liefern. Die Ankündigung aus Paris hat den deutschen Bundeskanzler nun überrumpelt – und ist ein schlechtes Zeichen für das deutsch-französische Verhältnis.
