Die Astralreise
Das Tor zu den unsichtbaren Welten
Seit Anbeginn der Menschheit berichten Mystiker, Schamanen, Priester und Eingeweihte von einer Erfahrung, die sie in eine andere Wirklichkeit trägt – einer Welt jenseits des greifbaren Stoffes. In der westlichen Esoterik wird diese Erfahrung Astralreise genannt, in fernöstlichen Traditionen findet man Parallelen wie das Traumyoga oder das Shamanic Journeying.
Die Astralreise ist mehr als ein ungewöhnlicher Traum – sie wird als bewusster Austritt des feinstofflichen Körpers aus dem physischen Leib verstanden, um in einer nichtmateriellen Ebene Erkenntnisse zu gewinnen, die unser irdisches Leben bereichern können.
Was ist die Astralreise?
Eine Astralreise ist das bewusste Erleben einer außerkörperlichen Erfahrung (engl. Out of Body Experience – OBE). Der physische Körper ruht, während das Bewusstsein sich im sogenannten Astralkörper bewegt.
Dieser Astralkörper ist nach okkulter Lehre mit dem physischen Leib durch eine Silberschnur verbunden – ein energetisches Band, das die Rückkehr jederzeit ermöglicht. Die Reise kann in der Astralebene stattfinden, einer feinstofflichen Wirklichkeit, in der Gedanken unmittelbar Form annehmen.
Die Astralebene – Zwischen Himmel und Erde
Die Astralebene ist in vielen spirituellen Traditionen eine Zwischenwelt:
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Im Christentum der Mystiker: eine Sphäre, in der Engel, Seelen Verstorbener und geistige Lehrer wirken.
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In der Hermetik: ein Spiegel der physischen Welt, durchzogen von Symbolen, Archetypen und lebendigen Gedankenformen.
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In der Templertradition: ein geistiger Übungsraum, um Visionen, Offenbarungen und göttliche Weisungen zu empfangen.
Hier ist Zeit oft nicht linear, und Raum kann sich in einem einzigen Gedanken verändern.
Merkmale einer Astralreise
Wer eine Astralreise erlebt, berichtet häufig von:
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Schwebendem Blick auf den eigenen Körper
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Vibrationszuständen – ein inneres Summen oder Strömen kurz vor dem Austritt
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Intensiven Farben und Klängen, die jenseits des irdischen Spektrums liegen
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Plötzlichen Ortswechseln nur durch einen Gedanken
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Gefühlen tiefer Freiheit und Klarheit
Wege zur Astralreise
Es gibt viele Methoden, um diesen Zustand bewusst zu erreichen. Die häufigsten sind:
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Tiefenentspannung
– Der Körper wird in völlige Ruhe versetzt, während der Geist wach bleibt. -
Visualisierung
– Sich vorstellen, an einem unsichtbaren Seil in die Höhe zu klettern (Seiltechnik). -
Klarträume als Sprungbrett
– Im Traum erkennen, dass man träumt, und den Astralkörper bewusst lösen. -
Binaurale Beats und Atemübungen
– Bestimmte Rhythmen und Atemtechniken versetzen das Gehirn in den Grenzbereich zwischen Wachsein und Schlaf.
Ziele und Nutzen
Für spirituell Suchende ist die Astralreise kein Selbstzweck. Sie dient:
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Dem Erkennen der eigenen Unsterblichkeit
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Dem Erforschen geistiger Welten
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Der Begegnung mit geistigen Lehrern
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Dem Erhalt von Inspiration für das irdische Leben
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Dem Training der Bewusstseinskräfte
Sicherheit und Rückkehr
Nach esoterischer Lehre ist die Astralreise im Normalfall sicher, solange der Reisende einen klaren Geist und eine reine Absicht hat. Die Silberschnur bleibt unzerstörbar, solange das irdische Leben anhält.
Gefährlich kann eher die psychologische Wirkung sein, wenn man ohne Vorbereitung mit tiefen unbewussten Inhalten konfrontiert wird. Deshalb empfehlen alte Orden, dass der Schüler vorher Selbstbeherrschung und innere Reinheit entwickelt.
Die Templerische Sicht
Für die Templer war das bewusste Reisen im Geist ein Teil des inneren Schulungsweges. Im Gebet, in der Meditation und in Nachtwachen suchten sie nicht nur irdische, sondern auch himmlische Führung.
Manche Überlieferungen sprechen davon, dass eingeweihte Ritter in der Astralebene gemeinsam an geistigen Orten wirkten – als „unsichtbare Bruderschaft“, die jenseits der Zeit besteht.
Fazit
Die Astralreise ist ein uraltes Mysterium, das in vielen Kulturen als Brücke zwischen der Welt der Menschen und der Welt des Geistes gesehen wird.
Ob man sie nun als reale Bewegung der Seele oder als innere Vision versteht – sie kann das Bewusstsein erweitern, die Angst vor dem Tod mindern und das Leben mit einem Gefühl tiefer Verbundenheit erfüllen.
Für den ernsthaften Sucher ist sie ein Werkzeug, das zur Selbsterkenntnis und zum Dienst am Göttlichen führen kann – und damit im Einklang mit dem höchsten Ideal der Templer steht:
„Non nobis, Domine, non nobis, sed nomini tuo da gloriam.“
