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⚔️ Gedanken am 14. September

Mandala und Synchronizität – Fenster in die Ewigkeit

Der Tiefenpsychologe C. G. Jung malte in einer Phase intensiver innerer Arbeit ein Mandala, das er „Fenster in die Ewigkeit“ nannte. Es war Ausdruck seiner Suche nach dem inneren Mittelpunkt, ein Bild der Ganzheit seiner Seele.

Ein Jahr später entstand ein weiteres Mandala. In dessen Zentrum erschien ein goldenes Schloss, umgeben von einer Stimmung, die Jung als „irgendwie chinesisch“ empfand. Er verstand die Bedeutung nicht sofort, doch spürte er, dass das Bild ein Geheimnis in sich trug.

Kurz darauf erreichte ihn eine Sendung seines Freundes, des Sinologen Richard Wilhelm. Dieser bat ihn, ein Manuskript zu kommentieren – eine taoistisch-alchemistische Schrift mit dem Titel „Das Geheimnis der Goldenen Blüte“.

Als Jung das Manuskript las, erkannte er mit Erstaunen die Bedeutung seines Mandalas. Was er unbewusst gemalt hatte, fand in der taoistischen Weisheit seine Entsprechung.

Das ist Synchronizität – jenes geheimnisvolle Zusammenfallen von innerem Erleben und äußerem Ereignis, das uns die Einheit von Seele und Welt offenbart.

Templerarbeit

Heute bist du eingeladen, selbst der Sprache der Synchronizität nachzuspüren:

  1. Achtsamer Spaziergang
    Gehe hinaus in die Natur und rufe dabei die Gegenwart deines Schutzengels an. Bitte ihn, dich auf deinem Weg zu begleiten.

  2. Dankbarkeit üben
    Wenn deine Gehmeditation beendet ist, setze dich still nieder.

    • Danke deinem Schutzengel für die vielen synchronistischen Ereignisse, die dir bisher begegnet sind.

    • Denke etwa an das Buch, das wie von selbst aus dem Regal fällt, wenn du es brauchst.

    • Oder an einen Fremden, dessen zufällig gehörte Worte wie Balsam eine alte Wunde in dir heilen.

  3. Reflexion
    Erinnere dich an ein solches Zusammentreffen, das du kürzlich erlebt hast.

    • Welche Botschaft lag darin?

    • Steht es in Verbindung mit einer archetypischen Situation deines Lebens, in der du dich gerade befindest?

  4. Notizen machen
    Schreibe deine Gedanken auf, damit du die Fäden der Führung erkennst, die dich durch dein Leben tragen.

Fazit

Jungs Erlebnis mit dem Mandala und dem Manuskript Wilhelms zeigt uns, dass Synchronizität mehr ist als Zufall. Sie ist die Sprache des Geistes Gottes, der uns durch Zeichen und Begegnungen den Weg weist.

Wenn wir wachsam sind, erkennen wir: Unser Leben ist nicht nur eine Abfolge von Ereignissen, sondern ein heiliger Dialog zwischen dem Inneren und dem Äußeren. Ein Gespräch, in dem Engel, Archetypen und Symbole uns Schritt für Schritt zu unserem wahren Selbst geleiten.

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