✠✠✠✠✠✠ ASTO TEMPLER-BLOG ✠✠✠✠✠✠

⚔️ Gedanken am 22. September (Herbstäquinoktium)

Das Westliche Tor – Das Gleichgewicht von Licht und Dunkelheit

Die Wende des Rades

Heute vollendet das kosmische Rad eine weitere Vierteldrehung und öffnet sich nach dem Westen. Am Herbstäquinoktium halten sich die Stunden des Lichts und die Stunden der Dunkelheit vollkommen die Waage. Es ist der Tag der Balance, der Augenblick der vollkommenen Mitte zwischen Helligkeit und Finsternis.

Doch schon morgen beginnt der Abstieg: Wir treten durch das Westliche Tor und folgen dem Weg in die Dunkelheit der Unterwelt. Das Licht verblasst, die Nächte werden länger – und mit ihnen wächst die Stimme der Träume, der Archetypen und der geheimnisvollen Synchronizitäten.

Die Weisheit der Dunkelheit

Die Finsternis ist kein Feind, sondern eine Lehrmeisterin. Sie öffnet uns für die Botschaften des Unbewussten, das in den langen Nächten reift wie ein Samenkorn in der Erde. Alles, was wir in der hellen Zeit bereitet haben, sinkt nun hinab, um verwandelt und geläutert zurückzukehren.

Die Templer wussten: Nur wer den Weg durch die Unterwelt geht, kann im Frühling erneuert wiederkehren. So wird der Herbst zum Tor der Initiation.

Die Verheißung des Frühlings

Sechs Monate liegen nun vor uns, in denen das Licht nach und nach schwindet. Doch es ist kein Verlust, sondern ein Prozess der Verwandlung. Wenn wir die Dunkelheit annehmen, wenn wir lauschen und das Verborgene in uns reifen lassen, dann können wir am nächsten Frühlingsäquinoktium verwandelt hervortreten – geläutert, erneuert, mit tieferer Weisheit.

Templerarbeit

Gehe heute, wenn möglich, ins Freie und führe die Meditation der Verbindung von Himmel und Erde durch:

  1. Zentriere dich in deinem Atem.

  2. Spüre die Energie der Sonne über dir. Atme sie ein.

  3. Spüre die Energie der Erde unter dir. Atme sie ein.

  4. Lasse beide Ströme in deinem Herzen zusammenfließen – Licht und Dunkel, Bewusstes und Unbewusstes.

  5. Atme die Hochzeit von Sonne und Erde für alle Wesen aus.

Erkenne: Du bist die Brücke zwischen den Welten. In dir begegnen sich Himmel und Erde. In dir ruht das Geheimnis des Erwachens.

Fazit

Das kosmische Rad führt uns durch Licht und Dunkelheit, durch Geburt, Untergang und Wiederkehr. Am Westlichen Tor erinnern wir uns: Nichts vergeht, ohne verwandelt zu werden. In der Dunkelheit wächst die Frucht des Lichts.

Non nobis, Domine, non nobis, sed nomini tuo da gloriam.

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