Gedanken am 5. September

Kinder leben in einer Welt der Feen und Dämonen, der
Helden und der Schurken – einer Welt, in der es nur
Schwarz und Weiß gibt, ohne alle Zwischentöne. Als Kinder
ängstigen wir uns leicht und lassen uns ebensoleicht wieder
trösten und beruhigen. Die Vorstellungen, die wir vom Universum
haben, sind in der Regel überaus plastisch und enthalten
nicht nur Dinge, die wir aus eigener Anschauung
kennen, sondern auch eine Unzahl von Gestalten und Motiven,
die seit Anbeginn der Zeiten die Mythen, Märchen und
religiösen Sagen der Welt bevölkern. Sie sind Teil des allen
Menschen gemeinsamen kollektiven Unbewußten, des Sediments
von Seelenerinnerungen, dem auch unsere persönlichen
Geschichten entspringen.
Templerarbeit:
Entspanne dich in deine Atmung hinein und lasse dich in den
Frieden des Gebets der Sammlung oder der Shamatha-Vipassana-
Meditation sinken. Wie stelltest du dir als Kind die Entstehung der
Welt vor? Machtest du dir Gedanken über Himmel und Hölle?
Falls ja, wer mußte deinem damaligen Glauben nach wohin und
warum? Woran glaubten deine Eltern? Mache dir ein paar

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