Gerechtigkeit, Standhaftigkeit und Menschenliebe als Lebensprinzip
Der Templerorden stellt an seine Mitglieder höchste ethische Ansprüche. Ein Templer soll in allen Beziehungen des menschlichen Lebens ein Vorbild sein – geprägt von Gerechtigkeit, Zuverlässigkeit, Standhaftigkeit und einer tiefen Liebe zum Mitmenschen.
In seinem Handeln soll der Templer gerecht gegen jedermann sein. Er urteilt nicht voreilig, lässt sich nicht von Vorurteilen oder äußeren Umständen leiten, sondern handelt fair, unabhängig von Stand, Herkunft oder Überzeugung seines Gegenübers. Gerechtigkeit bedeutet für ihn, jedem das Seine zuzugestehen – mit Respekt, Verständnis und einem klaren Sinn für das Rechte.
Seine Versprechen hält er zuverlässig. Ein Templer steht zu seinem Wort. Er weiß: Ehre und Vertrauen sind kostbare Güter, die durch Verlässlichkeit gestärkt werden. Wer sich auf einen Templer verlässt, darf sicher sein, dass er zu seinen Zusagen steht, in kleinen wie in großen Dingen.
Gleichzeitig ist der Templer beharrlich in seinen Entschlüssen. Er handelt nicht schwankend oder unentschlossen, sondern mit Überzeugung und Ausdauer. Was er als richtig erkannt hat, verfolgt er konsequent – auch wenn der Weg schwierig ist oder Widerstände auftreten.
Im Kampf für Recht und Wahrheit zeigt er sich unerschrocken und unbeugsam. Der Templer scheut weder Anfeindung noch Nachteile, wenn es darum geht, für Gerechtigkeit und Wahrheit einzustehen. Seine Standfestigkeit gründet sich auf innerer Stärke und dem tiefen Bewusstsein, dass das Wahre und Gute verteidigt werden muss.
Doch über allem steht ein Prinzip: Die Menschenliebe in Gesinnung und Tat. Sie ist für den Templer das höchste Gesetz. Alles Tun und Entscheiden ist getragen von dem Bestreben, dem Mitmenschen in Liebe zu begegnen – nicht nur in Worten, sondern im tätigen Handeln. Ohne diese Liebe wären Gerechtigkeit, Standhaftigkeit und Mut leere Hüllen.
So wird das Leben des Templers zu einem Dienst an der Wahrheit, der Gerechtigkeit und der Menschlichkeit – gelebt im Alltag, fest verwurzelt in den Idealen des Ordens.
