Kasachstans Präsident erlässt Schiessbefehl gegen Demonstranten
Das ist passiert: Nach schweren Unruhen hat der Präsident der autoritär geführten Republik Kasachstan, Kassym-Schomart Tokajew, einen Schiessbefehl gegen Demonstranten erteilt. «Ich habe den Sicherheitskräften und der Armee den Befehl gegeben, ohne Vorwarnung das Feuer zu eröffnen», sagte Tokajew in einer Fernsehansprache. Aufrufe aus dem Ausland, den Dialog mit den Aufständischen für eine friedliche Beilegung des Protests zu suchen, nannte er eine «Dummheit». Russische Soldaten brachten unterdessen den Flughafen in der Stadt Almaty «unter volle Kontrolle». Zum Bericht
Das ist der Hintergrund: Seit Tagen gibt es in Kasachstan beispiellose Proteste gegen die autoritäre Führung des Landes. Ausgelöst wurden die Unruhen durch Ärger über gestiegene Treibstoffpreise an den Tankstellen, allerdings schlugen sie rasch in teilweise gewaltsame Proteste gegen die Regierung, Korruption und Machtmissbrauch um. Kasachstan wurde über Jahrzehnte von dem autoritären Machthaber Nursultan Nasarbajew regiert, der auch nach seinem Rücktritt 2019 grossen Einfluss behielt.
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