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Kiew und Moskau liefern sich einen Propagandakrieg um Friedensgespräche

Der ukrainische Aussenminister Dmitro Kuleba und der russische Präsident Wladimir Putin verkünden beide laut, sie seien für Verhandlungen offen. Doch ihre Vorbedingungen machen diese faktisch unmöglich. Es ist ein Spielchen mit der Megafon-Diplomatie – mit dem Ziel, die andere Seite in der Weltöffentlichkeit zum Buhmann zu machen. So schlug Kuleba einen Friedensgipfel unter Vermittlung der Uno vor, aber nur, wenn sich Moskau zuerst einem internationalen Tribunal für seine Kriegsverbrechen stellt. Russland sieht jedoch die Ukraine als Marionette des Westens und erkennt sie daher nicht als Verhandlungspartner an.

Darum ist es wichtig: Ein Teil der Öffentlichkeit, auch im Westen, ist geneigt, der Täter-Opfer-Umkehr des Kremls Glauben zu schenken und Kiew als kompromisslose Partei des Krieges zu sehen. Das ist heikel, denn es bedeutet, dass die politische Unterstützung für die Militärhilfe an die Ukraine längerfristig nicht in Stein gemeisselt ist. Hinter den Kulissen üben westliche Hauptstädte sanften Druck auf Kiew aus, von Maximalforderungen Abstand zu nehmen. Der Knackpunkt: Auf Moskau haben sie kaum Einfluss, Kiew können und wollen sie nicht durch den Entzug der Hilfe zu einer geopolitisch verheerenden Kapitulation zwingen.

Unbemannte Flugobjekte spielen im Ukraine-Krieg eine entscheidende Rolle. Angesichts der grossen Probleme der Industrie arbeiten findige Köpfe wie der Ingenieur Maxim Tereschtschenko mit der Armee und privaten Gönnern, um neue Modelle zu entwickeln. Seine Drohne «Falco» erreicht eine Flughöhe von drei Kilometern. Ausgerüstet mit einer hochauflösenden Kamera, wird das unbemannte Flugobjekt, das seine Daten über Starlink-Systeme direkt an die Basis zurückschickt, zur Aufklärung eingesetzt. Ein Ortsbesuch bei den kreativen Drohnenbauern von Saporischja.

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