✠✠✠ INTERESSENTEN BLOG ✠✠✠

Österreich: Schönborn mahnt zu gesellschaftlichem Zusammenhalt

Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn hat an die Österreicherinnen und Österreicher appelliert, trotz aller Mühen, die die Pandemie mit sich bringt, zusammenzuhalten. Die Belastungen seien enorm, räumte der Kardinal im Osterinterview mit Kathpress und den Medien der Erzdiözese Wien („Der Sonntag“ und „Radio klassik Stephansdom“) ein.

Er nehme es auch niemandem übel, „wenn wir da auch ungeduldig werden, wenn wir ein Stimmungstief erleben, auch in den Familien“. Auch die Kritik an der Politik nehme zu. Doch, so Schönborn: „Es gibt eigentlich nur eine Lösung: umso mehr zusammenzustehen. Wir haben keine andere Lösung.“

Umso mehr zusammenstehen
Wörtlich sagte der Kardinal: „Jetzt sich im Nörgeln zu verlieren, ist ein unnützer Energieverlust. Jetzt müssen wir schauen, wie wir die Gemeinschaft stärken, wie wir uns gegenseitig Mut machen können, um durch diese Krise zu kommen. Also: Zusammenstehen!“

Es helfe etwa überhaupt nichts, „jetzt Schuldzuweisungen zu machen, dass wir zu wenig Impfstoff haben“. Man vergesse dabei, dass es an ein Wunder grenzt, dass man innerhalb von nur wenigen Monaten überhaupt die entscheidenden Schritte geschafft habe, um einen Impfstoff zu entwickeln. Schönborn: „Wir können nur dankbar sein, dass es inzwischen Impfstoff von verschiedenen Firmen gibt und dass weltweit geimpft wird. Seien wir froh, dass Österreich in ein paar Monaten durchgeimpft sein kann.“

Er wünsche sich, so der Kardinal, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen. Er sei allerdings gegen einen Impfzwang. Nachsatz: „Ich glaube, das ist nicht der richtige Weg.“ Aber: „Dass es keinen anderen Weg als Massenimpfungen gibt, um aus der Pandemie herauszukommen, müsste uns allen eigentlich klar sein. Aber man kann solche Klarheit niemandem aufzwingen.“

Schreibe einen Kommentar