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Templer ABC

Acht – Zahl der Auferstehung und des ewigen Lebens

Unter den Zahlen, die in der christlichen Symbolik eine besondere Bedeutung besitzen, nimmt die Acht einen erhabenen Rang ein. Während die Sieben die Vollendung des Schöpfungswerkes bezeichnet, öffnet die Acht den Blick über die Welt hinaus – sie ist das Zeichen des Neuen, des Ewigen, des Auferstandenen.

Die Acht im christlichen Verständnis

Die Acht ist die Zahl des neuen Anfangs.

  • Am achten Tag nach der Schöpfung beginnt nicht mehr Zeit, sondern Ewigkeit.
  • Der achte Tag der Passionswoche ist der Tag der Auferstehung Christi – Sieg über Tod und Grab.
  • Die Acht verweist auf die Seligpreisungen, die den Menschen den Weg zum ewigen Leben eröffnen.

So wird die Acht zum Sinnbild der Überwindung der Vergänglichkeit.

Tauf- und Kirchen­symbolik

Nicht zufällig sind viele alte Taufbecken achteckig. Sie sollen zeigen, dass der Getaufte durch den Tod mit Christus verbunden und durch die Taufe in das neue Leben hineingeboren wird. Auch manche Kirchenbauten – insbesondere Baptisterien – tragen die Form eines Oktogons, als architektonisches Bekenntnis zur Unendlichkeit des göttlichen Lebens.

Die Acht im Denken der Templer

Für die Templer war die Acht nicht nur eine Zahl, sondern ein Geheimzeichen der Ewigkeit:

  • Sie stand für die Auferstehung des Geistes nach dem irdischen Kampf.
  • Sie erinnerte an die Verheißung, dass der Ritter, der treu und standhaft dient, nicht im Staub vergeht, sondern Anteil hat am ewigen Leben.
  • In der Geometrie des Kreuzes und des Oktogons fanden die Templer ein Sinnbild für die Einheit von irdischem Auftrag und himmlischer Vollendung.

Fazit

Die Acht ist mehr als eine Zahl – sie ist Botschaft und Verheißung. Sie weist über die Vollendung des Siebten hinaus und öffnet die Tür in das Reich der Ewigkeit. Für uns Templer ist sie ein Zeichen, dass jeder Kampf, jede Prüfung und jedes Opfer nicht im Irdischen endet, sondern in das Licht des Auferstandenen mündet.

So bleibt die Acht ein Sinnbild des Trostes und der Hoffnung: Der Tod ist nicht das Ende – die Auferstehung ist der achte Tag des Lebens.

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