Wie geht es weiter?

Ich glaube, dass das Herunterfahren weltweiter Produktion wegen
Corona und der globale Nachfrageschub durch Staatliche Konjunkturprogramme,
kombiniert mit Null- und Negativzinsen – die private
Nachfrage nach Sachgütern wie Immobilien) anheizen – eine
hoch inflationäre Gefahr darstellen. Aber vielleicht ist ja Inflation das
Ziel, um Staatsschulden per Geldentwertung zu tilgen. Das geht so:

Durch Inflation steigen die Preise, und damit das Brutto-Inlandsprodukt,
auch wenn die Wirtschaft wenig wächst. Schulden sehen im
Vergleich zum BIP niedriger aus, die Verschuldung sinkt. Für den
Staat führt Teuerung auch dazu, dass Menschen mehr Steuern zahlen.
Wenn das Einkommen auf dem Papier steigt, müssen mehr Steuerpflichtige
den Höchstsatz zahlen.

Die Verlierer in dem Spiel sind die Sparer. Geldentwertung frisst
ihr Vermögen auf. Regierungen bedienen sich zum Schuldenabbau bei
den Privatvermögen, was die meisten Menschen nicht mitkriegen.
Der Trick funktioniert aber nur bei Ländern, die sich möglichst lange
zu niedrigen Zinsen verschulden können. Bei Ländern, die kurzfristig
refinanzieren und neue Anleihen ausgeben müssen, geht es nicht
so gut. Also nutzen viele Staaten die künstlich niedrigen Zinsen, um
sich langfristig zu verschulden.
Länder wie Österreich haben sogar 100-jährige Anleihen platziert.

Morgen geht es weiter.

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