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⚔️ Gedanken am 14. November

Chronische Selbstkritik – Auflehnung gegen die Liebe

Die Falle der Selbstverurteilung

Viele Menschen tragen einen ständigen inneren Begleiter mit sich: die Stimme der Selbstkritik. Sie ist oft lauter als das Flüstern des Herzens und wirkt wie ein Schatten, der das Licht Gottes verdunkelt.
Während ehrliche Selbsterkenntnis und Reue ein Tor zur Weisheit öffnen, blockiert die ständige Selbstverurteilung den Strom göttlicher Liebe.

Denn wer sich unaufhörlich selbst anklagt, stellt unbewusst das größte aller Irrtümer auf: den Glauben, der eigenen oder gar Gottes Liebe nicht würdig zu sein.

Mohammed und die „Auflehnung gegen die Liebe“

Der Prophet Mohammed beschrieb diesen Zustand als die Auflehnung gegen die Liebe. Nicht weil Gott uns abweist, sondern weil wir uns selbst verschließen. So entsteht ein innerer Widerstand, der das Herz verhärtet und die Gnade, die uns zufließen will, blockiert.

Die Mystiker aller Religionen wissen: Die Liebe Gottes ist grenzenlos und unverlierbar. Sie zu leugnen – durch Selbsthass, Schuld oder Scham – bedeutet, das Geschenk des Lebens zurückzuweisen.

Der Weg des Templers

Als Templer sind wir gerufen, diese Stimme der Selbstkritik zu erkennen und zu überwinden. Wir sollen nicht im Schatten verharren, sondern die Flamme der Barmherzigkeit nähren, die in uns entzündet wurde.

Die wahre Disziplin des Templers besteht darin, das Höhere Selbst zu hören – die Stimme, die uns zur Verantwortung ruft und zur Reifung führt – und zugleich das kleine Ich zu entlarven, das uns klein machen und von Gott trennen will.

So lernen wir, zwischen Mahnung und Verdammung zu unterscheiden.

Tägliche Templerarbeit

  • Sprich am Morgen:
    „Göttlicher Geliebter, ich erwache voller Dankbarkeit und öffne mich Deiner Liebe und Vergebung. Möge Dein Strom durch mich hindurchfließen und die Welt berühren.“

  • Achte tagsüber auf selbstkritische Gedanken.

    • Ist es die Stimme des Höheren Selbst, die dich ermahnt, Verantwortung zu übernehmen? – Handle entsprechend.

    • Ist es nur das kleine Ich, das dir deine Unwürdigkeit einreden will? – Schweige es mit der Affirmation:
      „Ich bin eins mit Gott und grenzenloser Liebe würdig.“

Fazit

Chronische Selbstkritik ist nicht Demut, sondern ein Widerstand gegen Gottes Liebe. Wer sie überwindet, öffnet sich für den Strom der Gnade, der heilt, vergibt und verwandelt.

Der Templer weiß: In der Würde der göttlichen Liebe liegt unsere wahre Stärke.

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