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⚔️ Gedanken am 26. Juni

Ein geweihter Ort – Raum für Licht, Stille und Gegenwart
Über heilige Räume, Engel und die Einladung zur inneren Einkehr

Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich in einem Raum, den ich als geweiht empfinde. Nicht im kirchlichen Sinne, sondern im Sinne von beseelt, durchdrungen, getragen von Stille und Licht. Es ist mein Arbeitszimmer, aber eigentlich ist es mehr als das – es ist ein Rückzugsort, ein Ort der Sammlung, ein Tempel meines Alltags.

Die Pflanzen, die mich umgeben, sind nicht bloß Dekoration – sie sind Freunde, lebendige Wesen, mit denen ich täglich Zwiesprache halte. Jeder Stein, der in Herzform auf meinem Schreibtisch liegt, trägt die Erinnerung an Sommerstrände und das leuchtende Lächeln meiner Freundin Celia, die mich einst lehrte, die Schönheit im Kleinen zu sehen. Die Gemälde und Bücher sind mehr als Besitz – sie sind Heimat, Resonanzraum, Spiegel meiner Seele.

Es ist ein schlichter, stiller Raum – nicht überladen, nicht museal, sondern lebendig, atmend, lichtdurchflutet. Hier bin ich ganz bei mir. Hierher ziehe ich mich zurück, um zu hören, zu schreiben, zu lauschen – und das göttliche Licht durch mich hindurchströmen zu lassen.

Und wo bist du gerade?

Ich frage mich, wo du gerade bist, während du dies liest.
Wie fühlt sich der Ort an, an dem du dich befindest?
Ist er hell oder dunkel? Still oder voller Bewegung?
Spürst du dich dort zu Hause – oder fremd, unruhig, abgelenkt?

Fühlt sich dieser Ort für dich heilig an?

Es muss kein ideal eingerichteter Meditationsraum sein.
Ein leergeräumter Wandschrank kann heiliger sein als ein prachtvoller Tempel – wenn du ihn mit Bewusstsein betrittst.

Denn ein geweihter Raum ist nicht einfach da – er wird erschaffen.
Durch deine Achtsamkeit, durch deine Stille, durch deine Liebe zu den Dingen, die dich umgeben.

Tempelarbeit: Einen lebendigen heiligen Ort schaffen

Heute lade ich dich ein, über deinen Raum nachzudenken – nicht nur den äußeren, sondern auch den inneren.

Schritt 1: Rückschau

Hast du in deiner Wohnung einen Ort, der sich geweiht anfühlt?
Einen Platz, an dem du betest, meditierst, liest oder einfach still bist?
Wenn ja – hat er seine Lebendigkeit behalten, oder ist er ein wenig schal, routiniert geworden?

Vielleicht ist heute ein guter Moment, ihn neu zu beleben:
Ein paar Dinge entfernen, eine Kerze entzünden, ein neues Bild aufstellen, eine Pflanze dazustellen. Mach ihn zu einem Spiegel deines jetzigen Inneren.

Wenn du noch keinen solchen Ort hast – schaffe ihn.
Auch eine kleine Ecke genügt. Oder ein Fensterplatz. Oder ja – ein leergeräumter Wandschrank.

Schritt 2: Gebet der Sammlung

Setze dich an diesen Ort. Atme ruhig. Lass deinen Geist zur Ruhe kommen.
Spüre deinen Körper. Spüre den Raum. Spüre die Stille.

Dann rufe die Gegenwart des Erzengels Gabriel an, wie ein freundlicher Wind aus dem Süden:

„Geliebter Gabriel, du Geist der Klarheit,
hilf mir, einen heiligen Raum zu schaffen –
in mir und um mich herum.
Lass Licht einkehren, Ordnung, Freude und Weite.
Sei willkommen in diesem Raum.“

Schritt 3: Verbinde dich mit deinem Schutzengel

Bitte nun auch deinen Schutzengel, sich zu dir zu setzen – so, wie ein Freund sich still neben dich setzt.

„Ich danke dir, du stille, lichtvolle Präsenz.
Hilf mir, deine Nähe zu spüren.
Führe mich in die Tiefe meiner inneren Räume.“

Bleibe einige Minuten in dieser Stille. Lausche. Nicht auf Worte, sondern auf Ahnungen, Stimmungen, innere Wärme. So beginnt die Vertrautheit.

Fazit: Heilige Räume schaffen heilige Zustände

Ein geweihter Raum ist kein Luxus – er ist eine Notwendigkeit der Seele. Er nährt uns, klärt uns, schützt uns vor Zerstreuung. Er erinnert uns an das, was bleibt, wenn alles andere vergeht: die Gegenwart Gottes, das Licht der Engel, das Gewahrsein des Herzens.

Ob dein Raum groß oder klein ist, urban oder ländlich, reich oder einfach:
Er wird geheiligt durch deine Aufmerksamkeit.

Und in diesem Raum wirst du beginnen, Dich selbst als geweihter Raum zu erkennen.

Denn der wahre Tempel bist du.

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