✠✠✠✠✠✠ ASTO TEMPLER-BLOG ✠✠✠✠✠✠

⚔️ Gedanken am 6. November

Der Sinn des Lebens – Hilfe für die Seele im Übergang

Frieden im Angesicht des Todes

Eines der kostbarsten Geschenke, die ein Sterbender empfangen kann, ist die Gewissheit: „Mein Leben hatte Sinn.“
Dieses Bewusstsein erleichtert es, den eigenen Frieden zu finden. Wer erkennt, dass seine Tage nicht vergeblich waren, sondern Spuren von Liebe, Treue und Hingabe hinterlassen haben, der tritt ruhiger und klarer durch das Tor des Todes.

Auch die tibetische Tradition lehrt, dass eine friedvolle Seele eher in der Lage ist, die Schleier der Illusion zu durchschauen, die der eigene Geist nach dem Tod hervorbringt. In diesem klaren Bewusstsein kann die Seele entweder unmittelbar in die Erleuchtung eintreten oder bewusst die nächste Geburt wählen.

Die Macht der Trauerarbeit

Doch auch die, die zurückbleiben, tragen Verantwortung. Unsere Trauerarbeit ist mehr als das Verarbeiten von Schmerz. Sie ist ein Vollenden und Zum-Abschluss-Bringen. Indem wir vergeben, danken und ehren, senden wir Liebe und Einsicht über Zeit und Raum hinweg.

So kann unser inneres Werk den Verstorbenen helfen, Frieden zu finden. Und selbst wenn viele Jahre vergangen sind, ist es nie zu spät, einen Verstorbenen durch Gebet, Erinnerung und Liebe zu unterstützen.

Die tägliche Templerarbeit

Um die Verbindung ins Licht zu stärken, folge heute dieser Übung:

  • Lege Fotos deiner geliebten Verstorbenen vor dich hin.

  • Zünde eine Kerze an, um eine Atmosphäre der Weihe zu schaffen.

  • Verweile einige Minuten im Gebet der Sammlung, in Stille und Hingabe.

  • Öffne dann die Augen und betrachte die Bilder.

  • Sprich zu ihnen:

    • Über deine Liebe.

    • Über den Wert ihres Lebens.

    • Über das, was du durch sie gelernt hast.

In diesem Akt der Erinnerung verwandelt sich Trauer in Dankbarkeit und Abschied in Segen.

Fazit

Der Templer weiß: Nichts ist verloren, wenn es im Licht vollendet wird. Indem wir das Leben unserer Verstorbenen ehren, helfen wir nicht nur ihnen, sondern auch uns selbst. So wird aus dem Schmerz des Abschieds ein Werk des Lichts, das Frieden schenkt – auf beiden Seiten des Schleiers.

Schreibe einen Kommentar