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✠ Arbeiten Sie auch monatlich 4 Stunden gratis für COCA COLA?

Eine ungewöhnliche Frage – aber sie trifft ins Schwarze.

„Was für ein Unsinn!“, werden viele vielleicht spontan denken. Wer sollte schon freiwillig für einen globalen Konzern wie COCA COLA arbeiten – und das auch noch ohne Bezahlung? Die Antwort ist ernüchternd einfach: Jeder, der regelmäßig Marken-Cola konsumiert, finanziert nicht nur den Inhalt der Flasche, sondern auch das Marketing, die Fernsehspots, die Sponsorenverträge mit Fußballstars – kurz gesagt: das gesamte milliardenschwere Image dieses Getränks.

Markentreue hat ihren Preis

Nehmen wir ein ganz alltägliches Beispiel: Eine dreiköpfige Familie, die monatlich etwa 30 Liter Cola trinkt. Wer dabei zur günstigen 1,5-Liter-Flasche greift, zahlt im Monat rund 38 € für das Markenprodukt.
Entscheidet sich dieselbe Familie stattdessen für eine Handelsmarke (z. B. vom Supermarkt), liegen die monatlichen Ausgaben bei nur 8 €. Die Differenz: 30 €, die Monat für Monat allein für die Marke und deren Marketing aufgewendet werden.

Noch extremer wird es bei jenen, die zur kleinen 0,5-Liter-Flasche greifen und „nur das Original“ wollen. Hier kann sich der Markenaufschlag auf bis zu 70 € pro Monat summieren – im Vergleich zu einer gleichwertigen Menge eines günstigen Produkts.

Zeit ist Geld – und Markentreue kostet beides

Rechnet man nun diesen Aufpreis auf ein durchschnittliches Stunden-Nettoeinkommen um, wird schnell klar: Für diese Markenloyalität arbeiten Sie monatlich zwischen 4 und 7 Stunden gratis. Stunden, in denen Sie etwas anderes tun könnten – mit der Familie Zeit verbringen, sich ausruhen oder ein gutes Buch lesen. Und das nur, um ein Getränk zu konsumieren, das sich geschmacklich kaum vom günstigeren Pendant unterscheidet.

Der Mythos vom Geheimrezept

Viele Konsumenten halten am Markenprodukt fest, weil es „nach mehr“ schmeckt – oder weil sie dem Mythos glauben, dass nur zwei Menschen das Geheimrezept von COCA COLA kennen und niemals gemeinsam fliegen dürfen. So spannend das klingt: Es ist ein perfekter Marketingschmäh. In Wirklichkeit handelt es sich um ein industriell gefertigtes Standardprodukt mit künstlicher Süße, Farbstoffen und Aromen – wie bei vielen anderen Colas auch.

Ein persönliches Fazit

Ich selbst war lange skeptisch, ob ich auf eine Eigenmarke umsteigen soll. Aber ich habe es versucht – und festgestellt: Kein echter Unterschied. Zumindest keiner, der die Mehrkosten rechtfertigen würde. Und wenn ich mir überlege, dass ich damit faktisch einen Tag pro Monat weniger arbeiten könnte, dann war es eine der besten Entscheidungen der letzten Jahre.

Ihre Zeit ist wertvoll. Fragen Sie sich beim nächsten Griff zur Flasche: Arbeite ich gerade gratis für einen Konzern – oder genieße ich bewusst und unabhängig?

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