Ungarn erklärt den Heiligen Abend zum Feiertag…
…und unser Großmeister hat gleich doppelt Grund zum Feiern
Ein bemerkenswerter Beschluss aus Budapest: Der 24. Dezember wird gesetzlicher Feiertag. Für uns Tempelritter hat dieser Tag allerdings noch eine ganz besondere Bedeutung. Denn es ist zugleich der Geburtstag unseres hochedlen Großmeisters.
Manchmal gibt es politische Entscheidungen, die weit über ihren unmittelbaren Anlass hinaus eine besondere Symbolkraft entfalten. Eine solche Entscheidung hat das ungarische Parlament am 3. November 2026 getroffen. Mit der bemerkenswerten Einstimmigkeit von 193 Stimmen, ohne eine einzige Gegenstimme und ohne Enthaltung, beschlossen die Abgeordneten, den 24. Dezember zum gesetzlichen Feiertag zu erklären.
Bereits in diesem Jahr soll der Heilige Abend damit weitgehend arbeitsfrei werden. Die meisten Geschäfte bleiben geschlossen, und möglichst viele Menschen sollen die Gelegenheit erhalten, diesen besonderen Tag im Kreis ihrer Familien zu verbringen. Eingebracht wurde der Gesetzesantrag von Abgeordneten der regierenden Tisza-Partei.
Die Begründung verdient durchaus Beachtung. Es gehe darum, den Menschen ein würdevolles, friedliches und gemeinschaftliches Erleben des Weihnachtsfestes zu ermöglichen. Gleichzeitig wolle man die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärken und der christlichen Tradition ihren angemessenen Platz in der Gesellschaft einräumen.
Ein Zeichen gegen die zunehmende Kommerzialisierung
Wir Tempelritter können diese Entscheidung nur begrüßen. Denn gerade das Weihnachtsfest ist in den vergangenen Jahrzehnten immer stärker zu einem wirtschaftlichen Ereignis geworden. Wochenlang werden die Menschen mit Werbung, Sonderangeboten und Kaufaufforderungen überschüttet. Der eigentliche Sinn des Festes droht dabei häufig verloren zu gehen.
Weihnachten sollte nicht daran gemessen werden, wie viele Geschenke unter einem Christbaum liegen oder wie hoch der Umsatz des Einzelhandels ausfällt. Weihnachten erinnert an die Geburt Jesu Christi und an jene Botschaft von Frieden, Nächstenliebe und menschlicher Würde, die das Christentum seit seinen Anfängen begleitet.
Ein Staat, der seinen Bürgern dafür bewusst Zeit einräumt, setzt damit ein bemerkenswertes Zeichen. Natürlich muss auch an Feiertagen in Krankenhäusern, bei Rettungsdiensten und in anderen lebenswichtigen Einrichtungen gearbeitet werden. Aber möglichst vielen Menschen die Freiheit zu geben, einen solchen Tag selbstbestimmt zu gestalten, ist eine vernünftige Entscheidung.
Dabei geht es nicht darum, anderen Menschen religiöse Überzeugungen vorzuschreiben. Auch wer dem christlichen Glauben nicht angehört, kann einen Tag der Ruhe, des familiären Zusammenhalts und der Besinnung schätzen.
Was würde ein Tempelritter dazu sagen?
Für einen Tempelritter ist Weihnachten weit mehr als ein kirchlicher Festtag. Es erinnert uns daran, dass wahre Größe nicht allein aus Macht, Reichtum oder gesellschaftlichem Ansehen entsteht. Der christliche Glaube stellt einen Menschen in den Mittelpunkt, dessen Botschaft von Liebe, Barmherzigkeit und Verantwortung für den Nächsten bis heute nichts von ihrer Bedeutung verloren hat.
Gerade in einer Zeit, in der politische Gegensätze, wirtschaftliche Unsicherheit und internationale Konflikte unser tägliches Leben bestimmen, erscheint diese Erinnerung besonders notwendig.
Unsere ritterlichen Tugenden verpflichten uns, nicht nur über Nächstenliebe zu sprechen, sondern sie auch zu leben. Wer sich als Tempelritter versteht, sollte deshalb gerade zu Weihnachten an jene Menschen denken, die einsam sind, unter Armut leiden oder keine Familie mehr haben. Ein freundliches Wort, ein Besuch oder eine kleine Hilfe kann manchmal wertvoller sein als ein kostbares Geschenk.
Vielleicht liegt darin die eigentliche Bedeutung der ungarischen Entscheidung: Der Staat kann den Menschen einen arbeitsfreien Tag schenken. Was sie aus diesem Tag machen, bleibt jedoch ihre eigene Verantwortung.
Und nun kommt die besondere Überraschung für unseren Templerorden
Für den Alten Souveränen Templer Orden besitzt der 24. Dezember seit vielen Jahrzehnten noch eine zusätzliche Bedeutung. An diesem Tag wurde nämlich unser hochedler Großmeister Ralph von Reichenberg geboren.
Und nun hat ausgerechnet Ungarn beschlossen, seinen Geburtstag zum gesetzlichen Feiertag zu machen!
Selbstverständlich wissen wir, dass die ungarischen Parlamentarier bei ihrer Entscheidung nicht den Geburtstag unseres Großmeisters im Sinn hatten. Aber ein wenig Humor darf auch in einem Ritterorden seinen Platz haben.
Schließlich erlebt man es nicht alle Tage, dass ein Parlament mit 193 Stimmen einstimmig einen Feiertag beschließt, der zufällig auf den eigenen Geburtstag fällt.
Unser Großmeister kann sich somit künftig darüber freuen, dass an seinem Geburtstag in Ungarn die meisten Geschäfte geschlossen bleiben und Millionen Menschen einen arbeitsfreien Tag genießen dürfen.
Natürlich geschieht das zu Ehren des Heiligen Abends und nicht zu Ehren unseres Großmeisters. Dennoch ist diese zeitliche Übereinstimmung eine hübsche Besonderheit, über die wir Tempelritter durchaus schmunzeln dürfen.
Zumal Ungarn in der Geschichte und im Gemeinschaftsleben unseres Ordens seit Langem einen besonderen Platz einnimmt. Dass gerade dieses Land den 24. Dezember aufwertet, macht die Nachricht für uns noch erfreulicher.
Eine Entscheidung, die auch andere Staaten zum Nachdenken anregen sollte
Vielleicht sollten sich auch andere europäische Regierungen überlegen, ob der Heilige Abend tatsächlich ein gewöhnlicher Arbeitstag sein muss. Gerade Österreich, dessen Geschichte und Kultur über viele Jahrhunderte vom Christentum geprägt wurden, könnte über einen solchen Schritt nachdenken.
Es wäre gewiss kein Schaden für unsere Gesellschaft, wenn wirtschaftliche Interessen für einen Tag etwas zurücktreten und familiäre sowie menschliche Werte stärker in den Vordergrund rücken würden.
Wir haben uns daran gewöhnt, beinahe alles nach Produktivität, Umsatz und wirtschaftlichem Nutzen zu beurteilen. Doch der Wert einer Gesellschaft zeigt sich nicht ausschließlich in ihrer Wirtschaftsleistung. Er zeigt sich auch darin, wie sie mit Familien, älteren Menschen, Kindern und jenen umgeht, die auf Hilfe angewiesen sind.
Ein zusätzlicher Feiertag allein wird die Probleme unserer Zeit nicht lösen. Aber er kann ein Zeichen setzen, dass es im Leben noch andere Werte gibt als Arbeit und Konsum.
Unser Schlussgedanke
Wir Tempelritter begrüßen die Entscheidung des ungarischen Parlaments. Sie erinnert daran, dass christliche Tradition, Familienleben und gesellschaftlicher Zusammenhalt auch in einer modernen Welt ihren Platz haben dürfen.
Und für unseren hochedlen Großmeister bedeutet der Beschluss ein besonders erfreuliches Zusammentreffen zweier Anlässe: Während die Christenheit den Heiligen Abend begeht, feiert er seinen Geburtstag.
So können wir mit einem Augenzwinkern feststellen:
Andere Menschen bekommen zum Geburtstag Blumen, Bücher oder eine Flasche guten Wein. Unser Großmeister bekommt gleich einen gesetzlichen Feiertag – und das mit 193 Stimmen aus dem ungarischen Parlament!
Wenn das kein außergewöhnliches Geburtstagsgeschenk ist!
