Auf den Punkt
Die Ich-bin-Worte von Jesus**
Ein Eintrag aus den Hallen des Ordens
„Wer spricht: Ich bin, erhebt nicht nur Worte –
sondern offenbart Wesen und Herkunft.“
I. Der Name des Ewigen – Ein Wort von Feuer
Als Gott sich Mose im brennenden Dornbusch offenbarte,
sprach Er Seinen Namen in Macht und Geheimnis:
„Ich bin, der ich bin.“
(vgl. 2. Mose 3,14)
Dieser Name, Jahwe, ist mehr als ein Titel –
er ist Wesen, Sein, Gegenwart.
Im Griechischen verklingt er als ego eimi – „ich bin“.
Wer diesen Namen führt,
spricht mit göttlicher Stimme.
II. Jesus und das „Ich bin“ – Die Stimme, die Ewig ist
Der Evangelist Johannes, Hüter tiefer Worte,
zeigt uns, dass Jesus diesen Namen auf sich nimmt:
„Ehe Abraham war – ich bin.“
(Johannes 8,58)
Nicht: ich war, nicht: ich werde sein –
sondern ich bin,
wie der, der am Anfang sprach.
So legt Johannes das Schwert der Erkenntnis frei:
In Jesus ist Gott selbst gegenwärtig,
auf Erden wandelnd,
unter Menschen wohnend,
wie ein König, der sein Lager im Feld aufschlägt.
III. Die sieben Ich-bin-Worte – Tore zum Wesen Christi
Jesus spricht nicht nur wer Er ist,
sondern was Er für uns ist.
Wie Siegel auf einem heiligen Pergament
stehen die großen „Ich-bin-Worte“ des Johannesevangeliums:
✠ Ich bin das Brot des Lebens
✠ Ich bin das Licht der Welt
✠ Ich bin die Tür
✠ Ich bin der gute Hirte
✠ Ich bin die Auferstehung und das Leben
✠ Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben
✠ Ich bin der wahre Weinstock
In diesen Worten klingt die Stimme des Ewigen,
doch zugleich die Nähe des Menschensohnes:
Er nährt – wie Brot,
er führt – wie Licht,
er schützt – wie eine Tür,
er trägt – wie ein Hirte,
er überwindet – wie die Auferstehung,
er weist den Weg – wie Wahrheit,
er verbindet – wie der Weinstock den Reben Leben schenkt.
IV. Schluss des Chronisten – Die Gegenwart des Göttlichen
Johannes zeigt ohne Umschweife:
Wenn Jesus spricht „Ich bin“,
dann erklingt der Name Gottes im Mund eines Menschen –
und doch mehr als eines Menschen.
„In Jesus war Gott auf Erden gegenwärtig,“
schreibt der Evangelist,
und der Orden bekennt:
Sein Wort trägt Herrlichkeit und Demut,
Feuer und Licht,
Majestät und Nähe.
Wer diese Worte hört und annimmt,
hört nicht nur die Stimme eines Lehrers,
sondern den Klang des ewigen Namens,
der durch die Zeiten hallt.
„Ich bin“ –
Spruch des Ewigen,
gesprochen vom Menschensohn.
