Bürokratie die Kunst sei, die größtmögliche Menge an Steuergeldern auf die ineffizienteste Weise auszugeben.
… sagte schon Ludwig Erhard
Ein Reich auf Pump
Deutschland befindet sich in einer paradoxen Lage: Die Steuereinnahmen sind so hoch wie nie zuvor, und doch explodieren die Staatsschulden. Anstatt in Zeiten voller Kassen Rücklagen zu bilden, wird immer weiter ausgegeben – und das oft unter dem beschönigenden Etikett des „Sondervermögens“. Ein Begriff, der das Wort „Schuld“ meidet und den Bürgern vorgaukeln soll, es handle sich um Reichtum. In Wahrheit jedoch sind es Verpflichtungen, die nicht wir, sondern unsere Kinder und Enkel tragen müssen.
Die Falle der Zinsen
Jede Schuld trägt in sich eine unsichtbare Last: den Zins. Je mehr aufgenommen wird, desto größer wird der Anteil des Staatshaushaltes, der in Zinszahlungen fließt, anstatt in Bildung, Infrastruktur oder Sicherheit. So schleicht sich eine Abhängigkeit ein, die die Handlungsfreiheit des Staates immer mehr einschränkt. Was heute noch „vertretbar“ genannt wird, kann morgen schon zur Fessel werden.
Ideologische Verschwendung
Statt Maß zu halten, wird Geld vielfach in Projekte gelenkt, die nicht dem Gemeinwohl, sondern einer politischen Ideologie dienen. Millionen und Milliarden fließen in Bürokratien, Förderprogramme oder symbolische Projekte, deren Nutzen fragwürdig ist. Der Satz Ludwig Erhards, dass „Bürokratie die Kunst sei, die größtmögliche Menge an Steuergeldern auf die ineffizienteste Weise auszugeben“, hat nichts an Gültigkeit verloren. Im Gegenteil: Er scheint heute aktueller denn je.
Die Lehre für uns Templer
Ein Templer weiß: Verschwendung ist Verrat am Gemeingut. Der Ritter stand einst im Dienste eines Gelübdes der Armut, nicht um des Mangels willen, sondern um Reichtum nicht zum Götzen werden zu lassen. Wohlstand ist an sich nichts Böses – er wird es erst, wenn er verantwortungslos verschleudert wird.
Die Verschwendungssucht der Gegenwart zeigt, wie sehr unsere Gesellschaft die Tugend der Mäßigung verloren hat. Mäßigung bedeutet nicht Stillstand, sondern Ordnung: das rechte Maß zwischen Notwendigem und Überflüssigem. Schuldenberge sind das Gegenteil dieser Ordnung – sie sind ein Zeichen dafür, dass das Maß längst überschritten ist.
Der Weg der Erneuerung
Was wäre nötig?
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Wahrhaftigkeit in den Begriffen: Ein „Sondervermögen“ ist in Wahrheit ein Schuldenpaket. Dinge beim Namen zu nennen, ist der erste Schritt zur Heilung.
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Verantwortung gegenüber den Nachkommen: Kein Templer hätte zugelassen, dass die Last der Schuld auf jene fällt, die noch nicht geboren sind.
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Rückkehr zur Tugend der Einfachheit: Nicht jede politische Mode verdient Milliarden. Zuerst gilt es, das Notwendige zu sichern – das Wohl des Volkes, die Zukunft der Jugend, die Würde der Alten.
Fazit
Ein Reich, das sich in Schulden und Verschwendung verliert, läuft Gefahr, seine innere Stärke zu verspielen. Denn wahre Macht entsteht nicht aus Geld, sondern aus Ordnung, Gerechtigkeit und Maß.
Als Templer erinnern wir: Wer Schulden aufhäuft, ohne Rücksicht auf die Zukunft, baut auf Sand. Wer aber im rechten Maß haushaltet, baut auf Fels – und nur auf solchem Grund kann ein Volk bestehen.
