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Das okkulte Wien

Wien ist eine Stadt der Gegensätze. Aufklärung und Aberglaube, katholische Frömmigkeit und Esoterik, medizinische Forschung und Wunderheiler, wissenschaftliche Rationalität und die Sehnsucht nach dem Übersinnlichen existierten hier über Jahrhunderte nebeneinander. Hinter den Fassaden der Hofburg, der Kirchen, Palais und Bürgerhäuser verbirgt sich deshalb noch ein anderes Wien: das Wien der Alchemisten und Magnetiseure, der Spiritisten und Geisterseher, der geheimen Gesellschaften, Séancen und okkulten Lehren.

Vom 16. bis 19. September 2026 beschäftigte sich in der Wiener Hofburg sogar ein internationales wissenschaftliches Symposion mit dieser Welt. Unter dem Titel „Das okkulte Wien. Vom Mittelalter bis zur Moderne. Brüche und Kontinuitäten“ untersuchten Forschende verschiedener Fachgebiete, wie magische und okkulte Vorstellungen entstanden, weitergegeben, bekämpft oder neu interpretiert wurden. Der Themenbogen reichte von Alltagsmagie und Alchemie über Geisterglauben und Mesmerismus bis zu den kulturellen und gesellschaftlichen Folgen solcher Vorstellungen.

Für einen Templer ist dies keineswegs ein nebensächliches Thema. Wer sich mit geistigen Traditionen beschäftigt, bewegt sich zwangsläufig an jener Grenze, an der Glaube, Symbolik, persönliche Erfahrung und überprüfbares Wissen aufeinandertreffen. Gerade dort ist Vorsicht notwendig. Der Templer sollte weder alles Unsichtbare verspotten noch jede geheimnisvolle Behauptung bereitwillig glauben. Sein Weg muss ein Weg der Prüfung sein. Denn das Unbekannte ist noch lange nicht das Übernatürliche.

Wien zwischen Geisterglauben und Aufklärung

Über Jahrhunderte gehörten Schutzhandlungen gegen Geister und andere vermeintlich übernatürliche Mächte zum Alltag vieler Menschen. Glocken konnten beispielsweise nicht nur zum Gottesdienst rufen, sondern wurden in bestimmten Vorstellungen auch als Schutz gegen Unheil, Gewitter oder böse Mächte verstanden. Zeichen an Gebäuden, geweihte Gegenstände, Gebete und bestimmte Rituale sollten eine unsichtbare Grenze zwischen dem Menschen und bedrohlichen Kräften schaffen.

Was uns heute fremd erscheint, war für frühere Generationen Teil ihrer Wirklichkeit.

Das gilt besonders für den Vampirglauben des 18. Jahrhunderts. Berichte über angebliche Wiedergänger verbreiteten sich vor allem in Teilen Ost- und Südosteuropas und erreichten auch die Habsburgermonarchie. Menschen öffneten Gräber, untersuchten Leichen und deuteten ungewöhnliche Erscheinungen des Verwesungsprozesses als Beweis dafür, dass Verstorbene aus ihren Gräbern zurückkehrten.

Gegen diesen Aberglauben trat Gerard van Swieten auf, Leibarzt Maria Theresias und einer der bedeutenden Vertreter der medizinischen Aufklärung in Österreich. Van Swietens Abhandlung über den Vampirismus erschien 1768 als Anhang zu Andreas Ulrich Mayers „Abhandlung des Daseyns der Gespenster“. Darin wurden vermeintlich übernatürliche Erscheinungen einer rationalen Prüfung unterzogen.

Das ist für uns heute lehrreicher, als es zunächst erscheinen mag.

Wenn ein Mensch im 18. Jahrhundert einen ungewöhnlich erhaltenen Leichnam sah, fehlte ihm vielleicht das medizinische Wissen, um bestimmte Veränderungen nach dem Tod zu erklären. Wenn gleichzeitig im ganzen Dorf Geschichten über Vampire erzählt wurden, entstand sehr schnell eine scheinbar überzeugende Erklärung.

Genau hier zeigt sich ein Grundproblem menschlicher Wahrnehmung: Wir sehen nicht nur das, was vor unseren Augen liegt. Wir interpretieren es mit dem Wissen, den Ängsten und den Erwartungen, die wir bereits besitzen.

Daran hat sich bis heute wenig geändert.

Mesmer und die unsichtbare Kraft

Besonders faszinierend ist, dass einer der berühmtesten Grenzgänger zwischen Medizin und Okkultismus ebenfalls eng mit Wien verbunden war: Franz Anton Mesmer.

Mesmer entwickelte seine Vorstellung vom sogenannten animalischen Magnetismus. Er ging davon aus, dass eine unsichtbare Kraft Menschen, Tiere und sogar die Himmelskörper miteinander verbinde. Krankheiten könnten, so glaubte er, entstehen, wenn der Fluss dieses unsichtbaren Fluidums gestört werde.

Aus heutiger Sicht hat sich ein solches magnetisches Fluidum nicht bestätigt. Dennoch wäre es falsch, Mesmer lediglich als Scharlatan abzutun. Seine Behandlungen führten zu Beobachtungen, die später für die Beschäftigung mit Suggestion, Hypnose und psychischen Reaktionen interessant wurden.

Das ist typisch für viele Erscheinungen, die wir heute unter dem Begriff „okkult“ zusammenfassen.

Eine falsche Erklärung kann nämlich gelegentlich auf ein echtes Phänomen treffen. Der Mensch beobachtet etwas. Er erkennt, dass etwas geschieht. Nur seine Erklärung dafür ist möglicherweise falsch.

Gerade deshalb muss Erkenntnis immer in zwei Schritten erfolgen: Zuerst fragen wir, ob etwas tatsächlich geschehen ist. Erst danach fragen wir, warum es geschehen ist.

Diese beiden Fragen werden im Bereich des Okkulten besonders häufig miteinander verwechselt.

Séancen und die Sehnsucht nach einer anderen Welt

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert veränderte sich die Erscheinungsform des Okkultismus. Nun saßen Menschen in abgedunkelten Salons um Tische, hielten sich an den Händen und warteten auf Klopfzeichen aus einer anderen Welt. Medien behaupteten, mit Verstorbenen sprechen zu können. Tische bewegten sich, Gegenstände verschwanden oder tauchten an unerwarteten Orten wieder auf, und angebliche Botschaften Verstorbener wurden niedergeschrieben.

Spiritistische Séancen fanden keineswegs nur unter ungebildeten Menschen statt. Bürgerliche und adelige Kreise, Künstler, Schriftsteller und teilweise auch Wissenschaftler beschäftigten sich mit solchen Phänomenen.

Auch Frauen spielten dabei eine bemerkenswerte Rolle. In einer Gesellschaft, in der ihnen viele öffentliche Positionen verschlossen waren, konnten weibliche Medien plötzlich Mittelpunkt eines Salons werden. Während einer Séance sprach angeblich nicht mehr die gesellschaftlich eingeschränkte Frau, sondern eine Stimme aus dem Jenseits. Damit konnte der Spiritismus paradoxerweise Räume eröffnen, in denen Frauen eine Autorität erhielten, die ihnen außerhalb dieser Zusammenkünfte häufig verweigert wurde.

Man sollte über solche Menschen nicht vorschnell lachen.

Hinter einer Séance stand häufig eine zutiefst menschliche Sehnsucht. Eine Mutter wollte wissen, ob ihr verstorbenes Kind noch existierte. Ein Witwer hoffte auf eine Botschaft seiner Frau. Menschen, die im Krieg Angehörige verloren hatten, suchten nach einem Zeichen, dass der Tod nicht das endgültige Ende sei. Gerade diese Sehnsucht machte sie jedoch auch verletzlich.

Wo ein Mensch verzweifelt glauben möchte, findet sich leicht ein anderer, der diesen Glauben ausnutzt. Deshalb gehört zur Geschichte des Spiritismus auch eine lange Geschichte entlarvter Medien, versteckter Mechanismen, vorbereiteter Botschaften und geschickter psychologischer Manipulation.

Der Templer darf deshalb Mitgefühl mit dem Suchenden haben, ohne dem angeblichen Wundertäter blind zu vertrauen.

Wenn aus dem Okkulten eine Ideologie wird

Eine weitaus gefährlichere Entwicklung des okkulten Wien begegnet uns bei Jörg Lanz, der sich Lanz von Liebenfels nannte.

Seit 1905 veröffentlichte er die Zeitschriftenreihe Ostara. Darin verband Lanz religiöse Vorstellungen, Ariosophie, Rassenlehre, Esoterik und pseudowissenschaftliche Spekulationen zu einem Weltbild, in dem Menschen aufgrund vermeintlicher biologischer Abstammung in höhere und niedrigere Gruppen eingeteilt wurden.

Damit wurde aus Esoterik etwas anderes.

Sie war nicht mehr nur private Suche nach geheimem Wissen oder Beschäftigung mit einer unsichtbaren Welt. Sie wurde zur Begründung einer angeblichen menschlichen Rangordnung.

Lanz gründete außerdem den Ordo Novi Templi, den Neuen Templerorden. Er verwendete also bewusst die Symbolik des Rittertums und den Namen der Tempelritter.

Gerade deshalb müssen wir Templer uns mit diesem Kapitel beschäftigen. Ein Templerkreuz macht noch keinen Templer. Ein weißer Mantel macht noch keinen Ritter.

Und eine geheimnisvolle Lehre wird nicht wahr oder moralisch, nur weil sie innerhalb eines Ordens verkündet wird.

Lanz verband den Templernamen mit Vorstellungen, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft bewerteten und gegeneinander einteilten. Damit steht seine Lehre in einem grundlegenden Gegensatz zu einem modernen Verständnis von Menschenwürde und persönlicher Verantwortung.

Hitler, Lanz und die Ostara-Hefte

Besonders umstritten ist die Frage, welche Bedeutung Lanz und seine Ostara-Schriften für den jungen Adolf Hitler während dessen Wiener Jahre hatten.

Hier sollten wir genauer sein, als es viele populäre Darstellungen sind.

Wilfried Daim beschäftigte sich intensiv mit Lanz und veröffentlichte 1958 das später berühmt gewordene Buch „Der Mann, der Hitler die Ideen gab“. Bereits am 11. Mai 1951 hatte Daim gemeinsam mit August Maria Knoll und Erwin von Waterstadt den damals alten Lanz in dessen Wiener Wohnung besucht und ausführlich befragt.

Lanz erzählte ihnen eine bemerkenswerte Geschichte.

Nach seiner Darstellung habe ihn der junge Adolf Hitler im Jahr 1909 persönlich aufgesucht. Hitler habe ihm berichtet, dass er die Ostara regelmäßig kaufe, ihm aber einige Hefte fehlten. Lanz habe ihm daraufhin die fehlenden Ausgaben geschenkt und ihm sogar noch zwei Kronen gegeben, weil Hitler einen äußerst armen Eindruck gemacht habe und Geld für die Heimfahrt benötigte. Daim veröffentlichte diese Schilderung später ausdrücklich.

Daim führte außerdem einen weiteren Zeugen an. Josef Greiner, der Hitler aus dem Wiener Männerheim kannte, berichtete ihm, bei Hitler ganze Stapel von Ostara-Heften gesehen zu haben.

Auch in der von Daim verfassten Biografie über Lanz in der Neuen Deutschen Biographie wird der angebliche Besuch Hitlers im Jahr 1909 ausdrücklich erwähnt.

Damit sollte diese Überlieferung nicht einfach beiseitegeschoben werden.

Allerdings müssen wir unterscheiden.

Dass die Geschichte des persönlichen Besuches überliefert wurde, ist zweifelsfrei. Ihr wichtigster Ausgangspunkt bleibt jedoch Lanz selbst, der mehr als vier Jahrzehnte nach dem angeblichen Ereignis davon berichtete. Eine zeitgenössische schriftliche Bestätigung des Treffens aus dem Jahr 1909 ist damit nicht gegeben.

Noch schwieriger ist die weitergehende Frage, ob Lanz tatsächlich einen entscheidenden Einfluss auf Hitlers spätere Weltanschauung ausübte. Aus der Lektüre einiger Hefte folgt noch nicht automatisch, dass deren Autor zum geistigen Lehrer eines späteren Diktators wurde.

Gerade bei einer historischen Persönlichkeit wie Hitler ist Vorsicht geboten. Seine Weltanschauung entwickelte sich unter zahlreichen politischen, gesellschaftlichen und persönlichen Einflüssen. Einen einzigen Menschen zum Ursprung dieser Ideologie zu erklären, wäre eine zu starke Vereinfachung.

Rudolf J. Mund und die Sicht aus dem Neutemplerorden

An dieser Stelle kommt Rudolf J. Mund ins Spiel.

Mund veröffentlichte 1976 das Buch „Jörg Lanz von Liebenfels und der Neue Templer-Orden. Die Esoterik des Christentums“. Darin beschäftigte er sich ausführlich mit Lanz, seiner Lehre und der Geschichte des Ordo Novi Templi. Das Werk umfasst mehr als 200 Seiten und behandelt unter anderem die Gründung des ONT, seine Mitglieder, Besitzungen, die Rassenfrage und die ideengeschichtlichen Vorstellungen von Lanz.

Mund war jedoch kein außenstehender Historiker.

Er gehörte selbst zum Ordo Novi Templi und wurde später sogar dessen Prior. Seine Darstellung besitzt deshalb einen besonderen Quellenwert, muss aber zugleich als Darstellung aus dem Inneren der Organisation gelesen werden. Auch das ist für unser Buch über die Erben der Tempelritter eine wichtige methodische Lehre: Eine Ordenschronik kann uns sehr zuverlässig zeigen, was eine Gemeinschaft über sich selbst glaubt und wie sie ihre Geschichte versteht. Sie ist damit aber noch nicht automatisch eine unabhängige Bestätigung aller darin enthaltenen Behauptungen.

Mund betrachtete Lanz wesentlich positiver als viele seiner Kritiker. Gerade deshalb ist sein Werk interessant. Es zeigt nicht nur den Blick von außen auf den Neutemplerorden, sondern auch die Selbstdeutung eines Menschen, der diese Tradition selbst weiterführte.

Für den Historiker sind beide Perspektiven notwendig. Daim fragt nach dem Einfluss von Lanz auf Hitler. Mund verteidigt und erklärt Lanz aus dem inneren Zusammenhang seines Ordens.

Spätere Historiker prüfen wiederum beide Darstellungen anhand weiterer Quellen. Erst aus dieser Gegenüberstellung entsteht ein vollständigeres Bild.

Die gefährlichste Form des Okkultismus

Die Geschichte von Lanz zeigt uns etwas, das weit über eine merkwürdige Wiener Esoterikbewegung hinausgeht.

Okkultismus wird gefährlich, wenn eine Behauptung nicht mehr geprüft werden darf. Er wird gefährlich, wenn der angeblich Eingeweihte sich über den Uneingeweihten erhebt. Er wird gefährlich, wenn aus einer geistigen Lehre ein System entsteht, das Menschen nach ihrer Abstammung bewertet. Und er wird besonders gefährlich, wenn eine angeblich höhere Erkenntnis dazu dient, Ausgrenzung, Herrschaft oder Gewalt zu rechtfertigen.

Das unterscheidet die Suche nach dem Geheimnis vom Fanatismus.

Der Suchende sagt: „Ich möchte wissen.“ Der Fanatiker sagt: „Ich weiß – und wer mir widerspricht, steht auf der Seite der Finsternis.“

Gerade dort muss der Templer widersprechen.

Der Templer und die unsichtbare Welt

Auch ein moderner Templer muss nicht behaupten, dass nur existiert, was sich wiegen, messen oder fotografieren lässt.

Der christliche Glaube selbst überschreitet die sichtbare Welt. Er spricht von Gott, Seele, Ewigkeit und einer geistigen Wirklichkeit. Aber Glaube und Aberglaube sind nicht dasselbe. Der Glaube verlangt nicht, jede Geistergeschichte für wahr zu halten.

Spiritualität verlangt nicht, jedem Medium zu glauben. Und die Beschäftigung mit Geheimlehren verpflichtet uns nicht, auf die Vernunft zu verzichten. Im Gegenteil.

Je geheimnisvoller eine Behauptung ist, desto sorgfältiger sollten wir sie prüfen.

Wenn jemand behauptet, ein jahrhundertealtes Dokument zu besitzen, dürfen wir nach dem Dokument fragen. Wenn jemand sich auf geheime Obere beruft, dürfen wir fragen, wer diese Oberen sind. Wenn jemand erklärt, eine unsichtbare Macht habe ihm einen Auftrag erteilt, dürfen wir untersuchen, welche sichtbaren Folgen daraus entstehen. Wenn eine Lehre den Menschen besser, verantwortungsvoller und mitfühlender macht, verdient sie unsere Aufmerksamkeit.

Wenn sie ihn hochmütiger, fanatischer oder grausamer macht, müssen wir besonders kritisch werden.

Das gefährlichste Gespenst lebt im Menschen

Vielleicht führt uns das okkulte Wien damit zu einer unerwarteten Erkenntnis. Wir haben über Vampire gesprochen, über Gespenster, Séancen, Magnetismus, Alchemisten und geheimnisvolle Ordenslehren. Doch die gefährlichsten Dämonen benötigen keine Katakomben.

Hass benötigt keinen Spuk. Vorurteil benötigt kein Medium. Fanatismus benötigt keinen Geist aus dem Jenseits.

Eine falsche Idee kann mächtiger werden als jedes Gespenst, wenn genügend Menschen an sie glauben und aufhören, sie zu prüfen.

Die Geschichte des 20. Jahrhunderts hat uns das mit erschreckender Deutlichkeit gezeigt. Darin liegt vielleicht die eigentliche Aufgabe des Templers.

Unser Schwert ist heute nicht aus Stahl. Es ist die Fähigkeit zur Unterscheidung.

Wir müssen unterscheiden zwischen Glaube und Leichtgläubigkeit, zwischen Überlieferung und Beweis, zwischen Symbol und Wirklichkeit, zwischen geistiger Suche und Manipulation.

Wir dürfen uns für das Geheimnisvolle interessieren. Wir dürfen Alchemie und alte Überlieferungen studieren. Wir dürfen uns fragen, ob das menschliche Bewusstsein tatsächlich bereits vollständig verstanden ist und ob unsere sichtbare Wirklichkeit alles umfasst, was existiert. Wir dürfen auch eine Gespenstergeschichte genießen.

Aber wir sollten niemals aufhören zu fragen:

Woher wissen wir das?

Diese einfache Frage ist vielleicht eines der wichtigsten Werkzeuge auf dem Weg zur Erkenntnis.

Das okkulte Wien erzählt deshalb nicht nur von Geistern vergangener Zeiten. Es erzählt von einer ewigen menschlichen Sehnsucht: dem Wunsch, hinter den Vorhang der sichtbaren Welt zu blicken.

Der Templer darf diesen Vorhang berühren. Er darf versuchen, ihn ein wenig zur Seite zu ziehen. Aber er sollte niemals behaupten, dahinter etwas gesehen zu haben, nur weil er es sehen wollte. Denn der wahre Weg des Templers führt nicht vom Licht in das Dunkel.

Er führt mit dem Licht der Erkenntnis in das Unbekannte.

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