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Ein Templer-Gedicht zu Mariä Himmelfahrt

Die Rose steigt 

Ein stiller Duft durchweht die Luft,
am Himmel blüht der Sterne Kluft.
Ein Licht, so rein, so voller Macht –
Maria wird emporgebracht.

Der Templer kniet am Wegesrand,
sein Blick geht hoch ins Himmelsland.
Er spürt: Wo sie den Himmel krönt,
wird Erdenschmerz in Licht versöhnt.

Sie war kein Schwert, doch trug das Leid,
in Demut, Glaube, Sanftbereit.
Und nun, vom Chor der Engel sang,
steigt sie hinauf mit Lobgesang.

Kein Turm, kein Schild, kein hohes Tor
strahlt schöner als ihr Glanz empor.
Sie ist die Rose ohne Dorn,
die Königin, im Licht gebor’n.

So folgt der Ritter ihrem Bild,
sein Herz wird stark, sein Geist wird mild.
Denn wer wie sie den Himmel schaut,
hat auf das Ew’ge fest gebaut.

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