Gebt endlich mehr als fromme Worte!

Die Osterwoche – im Normalfall großes Kino für Papst und Kirche. Doch heuer regt sich im Netz massiver Unmut gegen die klerikale Obrigkeit. „Die Welt braucht jetzt Geld, teilt endlich euer Milliardenvermögen!“, lautet die Botschaft vieler Kritiker.

Der Entrüstungssturm nahm in der Vorwoche seinen Ausgang. Als Papst Franziskus in Rom vor dem leeren Petersplatz den Segen „Urbi et orbi“ spendete. Eine kirchengeschichtlich einzigartige Aktion, weil dieser Segen ausschließlich zu Ostern, Weihnachten und unmittelbar nach einer Papstwahl gegeben wird.

Was als Zeichen der Kirche an die Menschen gedacht war, sorgt jetzt vielfach für Entrüstung. „Vielen Dank dafür, aber wie wäre es denn, wenn ihr mal Geld gebt. Geld, das dringend gebraucht wird. Ihr wollt immer, dass die Menschen spenden, bei jeder Möglichkeit haltet Ihr die Hand auf. Ihr sitzt in Italien im Corona-Epizentrum von Europa. Dort wo es am schlimmsten ist. Italien braucht Geld, braucht Hilfe und Ihr sitzt auf euren Milliarden. Also steht auf und spendet Geld für Italien und die ganze Welt. Man hört nie, dass, wenn irgendwo Katastrophen sind, die Kirche Geld locker macht. Jetzt ist es Zeit zu zeigen, dass Euch die Menschen wirklich am Herzen liegen!“ Auf so unmißverständliche und offene Art macht ein Kritiker in einer aufrüttelnden Videobotschaft seinem Zorn Luft und spricht damit zigtausenden Menschen aus der Seele.

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