Ist Trump verrückt?
Ein Buch zeichnet ein dramatisches Bild seiner letzten Amtstage
In ihrem neuen Buch «Peril» (Gefahr) zeichnen die Journalisten Bob Woodward und Bob Costa ein dramatisches Ende der Amtszeit von Präsident Donald Trump. So habe der höchste Offizier der Vereinigten Staaten, Heeresgeneral Mark Milley, befürchtet, der nicht wiedergewählte und seiner Ansicht nach mental angeschlagene Präsident könnte einen militärischen Konflikt mit China vom Zaun brechen, um sich an die Macht zu klammern. Aus dieser Sorge heraus telefonierte er sogar zweimal heimlich mit Peking. Zudem soll Milley den leitenden Militärs im Pentagon klargemacht haben, dass er im Fall von weitreichenden Befehlen – etwa zu einem nuklearen Angriff – ein Wort mitreden wolle. Zum Bericht
Darum ist es wichtig: Falls sich die Sache tatsächlich so zugetragen haben sollte, wäre sie aus zwei Gründen beunruhigend. Zum einen würde es einen schon mehrmals gehörten Eindruck bestätigen, wonach Persönlichkeiten an der Spitze der Regierung Trump die Überzeugung teilten, dieser sei mental seinem Amt nicht mehr gewachsen gewesen. Zudem hätte Milley – vielleicht aus gutgemeinten Gründen – damit versucht, die verfassungsmässige Ordnung zu unterlaufen und die Befehlskette zu unterbrechen. Nicht nur aufseiten der Republikaner wird nun der Ruf nach einem Rücktritt oder einer Entlassung Milleys durch Präsident Joe Biden laut.

