Maria und Isis
Zwei Mütter, ein Urbild
Die Maria wird seit Jahrhunderten mit dem Kind auf dem Arm dargestellt. Dieses Bild ist älter als das Christentum selbst. Schon die ägyptische Göttin Isis hielt den Horusknaben an ihrer Brust.
Isis, Gemahlin des Osiris, sammelt die zerstückelten Teile ihres ermordeten Gatten, belebt ihn neu und empfängt daraus den Sohn Horus. Es ist das Gleichnis von Tod, Wiederauferstehung und königlicher Geburt.
Aus der Täuschung ihrer Schwester Nephthys, die sich in dunkler Nacht als Isis ausgab, wird Anubis geboren. Eifersucht, Verrat und Zerstückelung folgen durch Seth – doch am Ende steht immer die Wiederherstellung der Ordnung.
Das Neue Testament als kosmisches Spiegelbild
Auch das Neue Testament kennt diese Struktur. Zur Zeit des Königs Herodes wird Elisabeth, die Unfruchtbare, schwanger. Ihr Sohn ist Johannes der Täufer – geboren um den 24. Juni, nahe der Sommersonnenwende.
Maria empfängt nach der Verkündigung am 25. März, kurz nach der Frühlings-Tagundnachtgleiche. Neun Monate später, um den 21.–24. Dezember, wird Jesus geboren – nahe der Wintersonnenwende.
Hier offenbart sich das vierfache Maß:
-
Zeugung zur Frühlings-Tagundnachtgleiche → Geburt zur Wintersonnenwende
-
Zeugung zur Herbst-Tagundnachtgleiche → Geburt zur Sommersonnenwende
Diese vier Punkte bilden ein Kreuz auf der Erdbahn – das Kreuz der Zeit.
Das Wissen der Templer
Wir Templer wussten: Mythen sind keine Märchen, sondern Speicher von Wissen. Maria und Isis sind zwei Namen für dasselbe Urbild – die göttliche Mutter, die das Licht in der dunkelsten Stunde gebiert. Christus und Horus sind Kinder des Himmels, geboren im Rhythmus der Sonne.

