Papst Leo XIV.: „Gott will keinen Krieg, er will Frieden“
Die Stimme des Papstes
Am 7. September 2025 sprach Papst Leo XIV. auf dem Petersplatz eine eindringliche Botschaft aus. Nach der Heiligsprechungsmesse für Carlo Acutis und Giorgio Frassati rief er erneut zu Frieden im Heiligen Land, in der Ukraine und allen vom Krieg erschütterten Regionen auf.
„Gott will keinen Krieg, er will Frieden“, mahnte der Pontifex und wandte sich direkt an die Regierenden der Welt: „Die scheinbaren Siege, die mit Waffen errungen werden, sind in Wahrheit Niederlagen.“
Der Papst erinnerte daran, dass echte Sicherheit nicht aus Gewalt, sondern aus Dialog, Versöhnung und dem Ausbruch aus der Spirale des Hasses erwächst.
Zwei neue Selige – Märtyrer der Treue
Leo XIV. würdigte auch zwei neue Selige: den Jesuitenbischof Eduard Profittlich, der 1942 in sowjetischer Haft starb, und Maria Magdolna Bódi, eine ungarische Märtyrerin, die 1945 den Soldaten widerstand und ihr Leben ließ.
Beide sind – so der Papst – „mutige Zeugen der Schönheit des Evangeliums“. Ihre Geschichten erinnern daran, wie tief sich die Gewalt des 20. Jahrhunderts in die Seelen Europas eingeprägt hat.
Die Frage des Templers
Und doch bleibt aus Sicht eines Templers eine ernste Frage zurück: Kann ein Mensch überhaupt wissen, was Gott will?
Ein allmächtiger, allwissender Gott, der jenseits von Zeit und Raum steht, offenbart sich nicht in den engen Kategorien menschlicher Politik. Wenn jemand behauptet, im Namen Gottes zu sprechen, so ist dies immer durch menschliche Begrenztheit gefiltert.
Wir Templer wissen: Die göttliche Stimme spricht in der Stille des Herzens, nicht im Lärm der Schlagzeilen. Frieden zu fordern ist richtig, doch wichtiger ist es, selbst zum Werkzeug des Friedens zu werden – in Tat, Wort und innerer Haltung.
Templerische Reflexion
Der Papst ruft zu Dialog und Versöhnung auf – und damit trifft er eine Wahrheit, die auch im Geist des Ordens wurzelt: Krieg mag Schlachten entscheiden, doch Frieden entscheidet über die Seele der Menschheit.
Für uns Templer ist es nicht entscheidend, zu sagen: „Gott will dies oder jenes.“ Entscheidend ist, sich dem Göttlichen so zu öffnen, dass unser Handeln Licht, Mitgefühl und Gerechtigkeit widerspiegelt.
Denn am Ende ist es weniger wichtig, zu wissen, was Gott will – sondern ob wir bereit sind, uns selbst in Werkzeuge seines Friedens zu verwandeln.
