Schweizer Telekomfirmen überdenken Zusammenarbeit mit Huawei
Der Krieg in der Ukraine und das Säbelgerassel Pekings gegenüber Taiwan gehen auch an der Schweizer Telekombranche nicht spurlos vorbei. Mindestens eine Telekomfirma hat daraus bereits Konsequenzen gezogen und ist bei gewissen Komponenten von Huawei zu einem westlichen Lieferanten gewechselt. Denn die Risiken sind gross: Bereits heute müssen Telekomfirmen wegen Lieferkettenproblemen monatelang auf gewisse Geräte warten. Sollten sich Sanktionen gegen China abzeichnen, würde sich die Situation massiv verschärfen.
Darum ist es wichtig: Auf den ersten Blick scheint die Abhängigkeit der Schweizer Telekombranche von Huawei nicht besorgniserregend zu sein. Swisscom verwendet im Mobilfunk hauptsächlich Technologie des schwedischen Unternehmens Ericsson. Huawei-Produkte kommen in diesem Bereich nur vereinzelt zum Einsatz, etwa bei den Antennen. Beim leitungsgebundenen Festnetz sieht es anders aus; hier spielt Huawei-Hardware eine wichtige Rolle.
