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Sind Sie ein Frosch oder ein Adler?

Der bekannte amerikanische Psychologe namens Wayne D Y E R teilt die Menschen in Frösche und Adler ein.
Was will er damit sagen? Nun, erstens, daß Frösche viel quaken und zweitens, daß die Welt aus der Frosch-Perspektive außerordentlich gefährlich, bedrohlich und oft „schlimm“ wirken muß.

Letztlich will Wayne D Y E R darauf hinaus, daß Adler den besseren Uberblick haben und im Zweifelsfall handeln statt ständig herumzumeckern, zu jammern, zu lamentieren usw. (also zu quaken). Die Metapher hat mich nachdenklich gemacht und zu weiteren Überlegungen geführt:
Wenn wir bedenken, daß der Frosch seinen Nachwuchs der Umwelt übergibt, während
der Adler seine Jungen selbstverantwortlich aufzieht, dann verstehen wir auch, warum
D Y E R den Frosch mit Menschen, die wenig Verantwortung für ihr Leben übernehmen verbindet, die Adler hingegen als erfolgreiche Menschen sieht, die ihr Leben sehr wohl selbstverantwortlich managen. Diese Parallele ist auf unsere Prägung durch Erziehungs-Programme übertragbar, denn: Was uns umgibt, das wird uns prägen, weil wir diese Verhaltensweisen und Einstellungen „per Osmose“ (d.h. durch Imitation) unbewußt übernehmen. Daher erheben sich folgende Fragen:

1. Was hat Sie in Ihrer Kindheit umgeben (und geprägt)?
2. Was hat Sie in Ihrer Jugend geprägt?
3. Was hat Sie als Erwachsene/r geprägt?
Und:
4. Wovon sind Sie heute umgeben?

Ist man von ewigen Lamentierern umgeben, dann wird man deren Grundhaltung unbewußt
übernehmen. Solche Frösche erkennen Sie an ihren typischen Redewendungen, wie:
• Da kannst du nichts machen.
• Ich kann nichts dafür!
• Der/die sowieso hat mich geärgert!
• Gegen die kommst du nicht an.
• Da bist du hilflos!
• Jeder hat seine Last zu tragen!
• Der einzelne kann gar nichts unternehmen
und ausrichten!

Achten Sie darauf, womit Sie sich bewußt um-geben, z.B. welche Bücher- Medien,Personen, sie bevorzugen.

Das sind Frosch-Programme
Was uns umgibt, das wird uns prägen. Und was uns prägt, das halten wir für „die Welt“. Frösche geben anderen die Macht, sie zu ärgern,
und geben ihnen dann die Schuld, weil sie die
Verantwortung für ihre eigenen Gefühle nicht
übernehmen. Wenn wir es genau überlegen, ist
es geradezu pervers. Von einem Vierjährigen er-

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Frosch oder Adler?
wartet niemand, daß er seine Gefühle unter
Kontrolle hat aber von einem 40jährigen? Nun,
wenn dieser ein Frosch ist, dann fühlt er sich genau
so hilflos wie das Kind. Als Adler hingegen
„sieht“ er das völlig anders …
Je stärker die Frosch-Ausrichtung in Ihrem Leben
bisher war, desto „unmöglicher“ erscheinen
Ihnen solche Gedanken. Das Fatale ist, daß
Frosch-geprägte Menschen zunächst glauben,
Verantwortung zu übernehmen gleiche dem
Übernehmen einer großen Bürde! Aber Adler
übernehmen Verantwortung und sind mächtige
Tiere! Nicht umsonst haben viele Nationen den
Adler im Wappen oder in der Staatsflagge! Wir
sollten uns fragen, woher unsere Angst vor Verantwortung
kommt? Antwort: Aus unserer Vergangenheit.
Genauer: Aus unserer ganz persönlichen
Vergangenheit, die von bestimmten
Menschen auf eine bestimmte Weise geprägt
wurde! Also ist unsere Einstellung hierzu das
Resultat eines Lernprozesses. Lernprozesse
können jedoch ent-lernt und geändert werden.
Vgl. dazu die Idee in der Marginalie.
Je „leichter“ es Ihnen auf Anhieb fällt, mit dieser
Idee „klarzukommen“, desto mehr Glück
haben Sie in Ihrem bisherigen Leben gehabt,
weil Sie nicht allzu Frosch-mäßig geprägt worden
waren. Oder aber Sie sind ein Ex-Frosch,
der sich bereits aus eigener Kraft zum Adler gewandelt
hat! Das ist weniger Glück (wiewohl es
vielleicht Ihr Glück war, solchen Gedanken
rechtzeitig zu begegnen!); Sie haben sich aus eigener
Kraft zu dem Luftreich des Adlers emporgeschwungen.
Gratuliere!
So paradox es für
manche Menschen
klingen
mag, Tatsache ist:
Je mehr Verantwortung
wir
übernehmen,
desto mehr
Macht gewinnen

Je schwerer es Ihnen (noch) fällt, desto mehr
waren Sie in der Vergangenheit das „Opfer“
von Menschen, die Sie (sicher ohne bösen Willen)
stark Frosch-mäßig geprägt haben. Aber
das müssen Sie nicht bleiben. Ich möchte als
„Mutmacher“ ein beeindruckendes Beispiel
(das Ken B L A N C H A R D in einem seiner zahlreichen
Bücher verwendet hat) hierzu anbieten:
Ein Taxifahrer in New York saß in seinem
ziemlich verdreckten und verwahrlosten Taxi
und hörte Radio. Sie müssen wissen, daß es in
der englischen Sprache das Wort „Fahrgast“
nicht gibt. Er wartet auf ein „fare“, quasi eine
„Fuhre“. Das Taxi ist verdreckt, weil seine unmöglichen
Kunden ohnehin nur Löcher in die
Sitze brennen. „Die machen mir alle den Wagen
kaputt und kümmern sich nicht darum!“ So ungefähr
sehen seine Frosch-Programme aus. Er
steht ziemlich weit hinten in der Schlange am
Bahnhof, die nur langsam vorrückt. Es regnet,
und er ist schlecht gelaunt. Er hört im Radio
diesen Wayne DYER, der in einem Interview
sagt, man könne Menschen in Frösche und Adler
einteilen. Plötzlich wird dem Taxifahrer
schlagartig klar, daß da über ihn gesprochen
wird. Mittlerweile ist er in der Schlange schon
weit vorgerückt und würde bald eine Fuhre bekommen,
aber er ist so betroffen, daß er ausschert,
an den Stadtrand fährt und dort im Grünen
in aller Ruhe nachdenkt. Und zwar denkt er
bildlich, er sucht eine Metapher.
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Frosch oder Adler?
Und da fällt ihm als Metapher das Wort „Gast“
ein, das seine Sprache in diesem Zusammenhang
nicht kennt, so daß es von ihm aus gesehen
ein echt kreativer Akt ist. E r überlegt weiter:
„Wenn mein Haus so verdreckt wäre wie
mein Taxi, dann würde ich niemanden hineinlassen.
Wenn jemand zu mir nach Hause als
mein Gast käme, dann würde ich ihm die Tür
öffnen. Wenn jemand zu mir nach Hause käme,
mit dem ich persönlich noch nicht bekannt bin,
dann würde ich mich ihm auch namentlich vorstellen.
Ich würde einem Gast etwas zu trinken
anbieten …“
Dank dieser Metapher hat der Taxifahrer sein
berufliches Leben umgestaltet. Es gibt ihn
tatsächlich:
Heute hat er ein blitzblank geputztes Auto,
kommt in einer adretten Uniform, öffnet den
Gästen den Schlag, bietet ihnen zu trinken an,
überreicht seine Visitenkarte. Der Gast kann
Musik auswählen und über Kopfhörer oder
Lautsprecher hören. Er kann Zeitung lesen. Er
wird wie ein Gast behandelt, bekommt Kaffee
mit Koffein oder ohne, Tee oder kalte Getränke.
Dieser Mann ist auf Wochen ausgebucht, er
steht nicht mehr am Bahnhof und wartet. Er
führt ein völlig anderes Leben, und er hat Freude
an dem, was er tut.
Das ist die Macht einer Metapher. Ich möchte
Ihnen vorschlagen, bei allen wichtigen Fragen
(und Problemen) darüber nachzudenken,
welche Metaphern Sie gerade verwenden
bzw. verwenden könnten.
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selbst „anfertigen“, d.h. Sie trainieren die immens
wichtige Fähigkeit zu visualisieren (die
beim normalen Fernsehen völlig „vor die
Hunde“ geht). Dies aber ist eine der Hauptursachen
für Probleme beim Hören (in Gesprächen)
sowie beim Lesen …
Bitte beachten Sie: gerade, was den letzten
Punkt angeht, profitieren Sie von der Videoaufzeichnung.
Sie wagen es weit besser, gezielt
wegzusehen und eigene Vorstellungen zu „basteln“,
wenn Sie wissen, daß Sie im Zweifelsfall
später doch gucken könnten. So könnnen auch
Menschen zu trainieren beginnen, denen es eingangs
noch schwer fällt, mehr „Radio zu spielen“
und sich die Bilder selbst zu machen.
Während das Fernsehen das Leben der meisten
TV-Opfer eher ärmer gemacht hat, kann es
für Ihr Leben (wieder) eine echte Be-REICHerung
darstellen! Es liegt nur an Ihnen, ob Sie
als passive Couch-Kartoffel herumsitzen oder
selbst Regisseur spielen wollen …
^ Vioeo –

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