Spirituelle Gebrauchsanweisung für Zeiten der Isolation
Seit Wochen und trotz aller Lockerungsaussichten sind nach wie vor viele Österreicher/innen dazu angehalten, ihre Tage an einem Ort mit immer denselben Menschen zu verbringen – oder ganz allein und auf sich zurückgeworfen zu hausen. Ordensleute haben seit 1500 Jahren Erfahrungen mit exakt dieser Situation, wenn auch ohne Virus und Todesgefahr. Aber sie leben tagein tagaus mit ihren Mitschwestern und -brüdern in Klausur auf engstem Raum oder als Eremit/innen in ihrer Klause. Die bekannten Ordensleute, die Salvatorianerin Melanie Wolfers und die Benediktiner Anselm Grün und David Steindl-Rast, teilen das Schicksal der Quarantäne und haben sich Gedanken darüber gemacht, wie Leben für Familien, Singles und Wohngemeinschaften in Zeiten von „social distancing“ funktionieren kann. Ein bewährter Weg, Grenzen zu überschreiten ist da die Öffnung für Transzendenz. Kerstin Tretina fasst die spirituellen Erkenntnisse von Wolfers, Grün & Steindl-Rast zusammen.
