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US-„Nones“ sind spiritueller, als Sie denken

Tiergeister? Magie? Religiöse

Die neuen Sucher

Eine aktuelle Studie von Pew Research zeigt: Die sogenannten „Konfessionslosen“ – oft abgekürzt als „Nones“ – sind nicht so ungläubig, wie viele vermuten. Sie haben sich zwar von den etablierten Religionen und deren Institutionen abgewandt, doch die Sehnsucht nach Transzendenz, nach Sinn und nach einer unsichtbaren Welt, ist bei ihnen lebendig.

Von 5 % in den 1970er-Jahren sind die „Nones“ in den USA auf heute fast 28 % angewachsen. Damit bilden sie inzwischen die größte einzelne „Glaubensgruppe“, wenn man Katholiken und Protestanten getrennt zählt.

Doch was glauben diese Menschen eigentlich?

Ein Leben nach dem Tod – und mehr

Überraschend viele „Nones“ bejahen die Vorstellung eines Lebens nach dem Tod. In den USA sind es 42 %, in anderen Ländern sogar über die Hälfte.
Noch erstaunlicher: 60 % glauben, dass Tiere eine Seele oder Geister haben. In vielen Regionen ist auch der Glaube verbreitet, dass Flüsse, Berge und Bäume eine spirituelle Kraft in sich tragen.

Die Ahnen spielen ebenfalls eine Rolle: Rund ein Viertel ist überzeugt, dass die Geister der Verstorbenen ins eigene Leben hineinwirken können.

Magie und Zaubersprüche

Etwa ein Viertel der Befragten nimmt Magie, Flüche und Zaubersprüche ernst. Sie betrachten sie nicht als Aberglauben, sondern als reale Kraft, die in die Welt hineinwirkt.

Ein Gott – aber keine Kirche

Besonders interessant ist der Glaube an Gott selbst. Während in Europa und Asien die Zahlen geringer ausfallen, liegt in Brasilien der Anteil der „Nones“, die an Gott glauben, bei 92 %. In den USA bekennen sich immerhin 45 % dazu.
Die Abkehr richtet sich also weniger gegen Gott oder Spiritualität, sondern gegen die religiösen Institutionen und deren oft starre Regeln.

Was bedeutet das für uns Templer?

Für uns Ritter und Sucher des inneren Weges ist dies keine Überraschung. Schon seit Jahrhunderten wissen wir: Der Mensch ist von Natur aus ein spirituelles Wesen. Er kann Institutionen verwerfen, Dogmen ablehnen und Hierarchien meiden – doch die Sehnsucht nach dem Göttlichen bleibt.

Die Zahlen bestätigen, dass der Geist nie schweigt. Selbst dort, wo Religionen an Einfluss verlieren, entstehen neue Formen des Glaubens: an Naturkräfte, an Geister, an Magie, an Gott ohne Kirche.

Eine Chance und eine Herausforderung

Wir Templer sehen darin ein Zeichen unserer Zeit: Die Menschen suchen – aber sie suchen frei. Sie wollen nicht länger, dass andere ihnen vorschreiben, was sie zu glauben haben.
Dies ist sowohl eine Herausforderung als auch eine große Möglichkeit: Wer den Weg der Wahrheit, Reinheit und inneren Meisterschaft geht, kann diesen Menschen Orientierung bieten, ohne sie wieder in die Fesseln von Institutionen zu binden.

Fazit

Die „Nones“ sind nicht ungläubig – sie sind auf ihre Weise Suchende. Vielleicht ohne Bibel oder Katechismus, doch mit derselben inneren Flamme wie jene, die vor Jahrhunderten zu den Tempelrittern fanden.
Und so gilt auch heute: Der Durst nach Geistigem versiegt nicht. Er findet immer neue Gefäße – sei es in den Kirchen, in der Natur oder im stillen Dialog mit den Ahnen.

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