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Zum Anfang des Jahres

Die Erzählungen der Anfänge**
Aus den Aufzeichnungen des Ordens

„Wer den Ursprung betrachtet, versteht den Weg.
Denn aus den ersten Worten erwachsen die letzten Ziele.“

I. Im Licht des Anfangs – Die Erschaffung und der Auftrag

Zu Beginn aller Zeiten, als weder Stahl noch Schwert die Erde berührten,
sprach der Höchste sein machtvolles Wort –
und die Welt entstand:
Licht brach die Finsternis, Wasser teilte sich vom Land,
und das Leben spross wie grünes Gras über jungfräulichen Boden.

Dem Menschen gab Gott einen Auftrag,
gleich einem edlen Banner, das über seinem Leben weht:
gestalten, bewahren, herrschen – im Dienst des Schöpfers.

Im Garten Eden, einem Heiligtum unter offenem Himmel,
begegneten Mensch und Gott sich von Angesicht zu Angesicht,
ohne Furcht, ohne Scham, ohne Trennung.
Die Harmonie der Schöpfung war vollkommen,
wie ein frisch geschmiedetes Schwert,
unberührt vom Rost der Zeit.

II. Der große Bruch – Verlust des Paradieses

Doch in den ersten Kapiteln nimmt die Chronik eine Wendung,
dunkel wie ein Gewitter über goldenen Feldern.

Misstrauen erhob sich im Herzen des Menschen –
ein Funke, der zum Feuer wurde.
In Kapitel 3 erzählt die Schrift vom Bruch mit Gott,
und dieser Riss ging durch alle Lebensbereiche:

  • Mensch und Gott – getrennt

  • Mensch und Mitmensch – entzweit

  • Mensch und Natur – im Widerstreit

  • Mensch und Arbeit – im Schweiß und im Schmerz

Die Sünde trat ein wie ein Feind, der die Mauern stürmt:
Gewalt, Mord, Übertretung, Hochmut, Verwirrung.
So verfinsterte sich die Erde, und der ursprüngliche Glanz verblasste.

III. Flut und Rettung – Die Arche als Bollwerk der Hoffnung

Als das Maß der Bosheit voll war,
kam die Sintflut, getragen von Gottes Gericht.
Doch mitten im Wasser fand sich ein Zeichen der Güte:
Die Arche, gebaut von Noah,
wurde zum Rettungsschiff für Menschheit und Tierwelt.

Wie ein befestigter Tempel trug sie ihr Erbe über die Wellen,
bis die Fluten wichen und die Erde wieder Leben atmete.

IV. Der Bund, der die Zeiten überdauert

Nach der Sintflut, auf festem Grund,
sprach Gott erneut –
doch diesmal nicht Gericht,
sondern Verheißung.

Er schloss einen Bund mit der ganzen Menschheit,
sichtbar im Bogen aus Licht über den Wolken.

„Ich will die Erde als Lebensraum erhalten
und die Geschichte mit den Menschen weiterführen.“

So wurde der Regenbogen zu einem Schild aus Farben,
der uns erinnert:
Gott hat die Welt nicht aufgegeben –
und Er führt die Geschichte weiter.

V. Schluss des Chronisten – Für den Weg des neuen Jahres

Wenn ein neues Jahr beginnt,
blickt der Orden auf die ersten Kapitel der Bibel,
denn sie lehren uns:

  • Wir sind Geschöpfe der Würde, getragen vom Atem Gottes

  • Wir sind gefallene Wesen, die den Bruch spüren

  • Wir sind Menschen unter einem Bund, den Gott selbst hält

So darf jeder, der den Weg des Jahres betritt,
mit Hoffnung schreiten:

„Die Geschichte Gottes mit den Menschen hat im Anfang begonnen –
und sie geht weiter, auch mit uns.“

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