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⚔️ Gedanken am 28. Februar

Brüder und Schwestern im Dienste des Lichts,

heute sinnt mein Herz über eine stille, doch machtvolle Übung nach –
die Tat der Güte ohne Anlass.

In fernen Landen, jenseits des großen Meeres, nennen manche dies
„random acts of kindness“ – zufällige Werke der Freundlichkeit.
Doch wahrlich, im Reiche Gottes gibt es keinen Zufall.
Jede Güte, die wir säen, fällt in den Acker der Ewigkeit.

Was ist eine solche Tat?
Ein unscheinbares Münzlein für einen Fremden.
Ein Dienst, den wir verrichten, obwohl ein anderer an der Reihe wäre.
Ein Wort der Zärtlichkeit, niedergelegt wie ein Siegel der Liebe
auf dem Tische des Alltags.

Klein scheinen diese Werke –
doch wir, die wir das Schwert trugen, wissen:
Nicht die Größe der Klinge entscheidet die Schlacht,
sondern die Reinheit der Hand, die sie führt.

So ist es auch mit der Güte.
Eine einzige unerwartete Freundlichkeit
kann ein Herz aus der Finsternis führen.

Wenn wir so handeln, ahmen wir den Höchsten nach.
Denn der Ewige spendet Seine Gnade ohne Maß und ohne Bedingung.
Der Regen fragt nicht, wer würdig sei.
Die Sonne prüft nicht, wer sie verdient.
Sie geben – weil Geben ihr Wesen ist.

Darum bete ich heute:

Göttlicher Geliebter,
Du vollbringst unentwegt gute Taten ohne Anlass
für alle Geschöpfe.

Wie der Regen auf alle Pflanzen fällt,
gleichgültig, ob sie etwas dafür getan haben oder nicht,
so ergießt sich Deine Liebe unaufhörlich auf uns alle.

Ich bin unendlich dankbar.
Denn wenn ich nichts tun kann, um Deine Liebe zu verdienen,
kann ich auch nichts tun, um sie zu verlieren.

Hilf mir, so zu lieben, wie Du liebst –
grenzenlos und ohne Bedingungen.

So nehme ich mir vor, noch an diesem Tage
wenigstens eine gute Tat ohne Anlass zu vollbringen.

Nicht um gesehen zu werden.
Nicht um Lohn zu empfangen.
Sondern damit ein Funke des göttlichen Feuers
durch meine Hände in die Welt gelange.

Denn wo immer unerwartete Güte geschieht,
dort wird – für einen flüchtigen, heiligen Augenblick –
der Tempel Gottes sichtbar.

Deus caritas est.

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