Verbrechen im verzerrten Spiegel
Laut polizeilicher Kriminalstatistik liegt der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger bei 34,3 %. Eine Analyse des Medienwissenschaftlers Prof. Thomas Hestermann zeigt jedoch, dass in Zeitungsberichten, die den Hintergrund des Verdächtigen erwähnen, dieser Anteil sogar 90,8 % beträgt – sie sind also fast dreimal so häufig vertreten. Insgesamt wird die Herkunft in 67 % der analysierten Artikel nicht genannt. Wird sie jedoch erwähnt, betrifft dies fast ausschließlich Nichtdeutsche. Gleichzeitig haben mehrere Bundesländer, darunter Bayern und Schleswig-Holstein, ihre Polizeibehörden verpflichtet, ab 2025 die Nationalität von Tatverdächtigen in Pressemitteilungen anzugeben. Der Deutsche Presserat sieht darin eher eine weitere Verzerrung der Berichterstattung als einen Korrekturmechanismus.
| Ausländer | Deutsche | |
|---|---|---|
| Polizeiliche Kriminalstatistik zu Gewaltverbrechen 2024 | 34,3 % | 65,7 % |
| Zeitungsberichte mit Angabe des Ursprungs 2025 | 90,8 % | 9,2 % |
