✠✠✠✠✠✠ ASTO TEMPLER-BLOG ✠✠✠✠✠✠

Weitere Templerbauten am Jakobsweg

1. San Juan de Ortega (Burgos)

  • Ort: Zwischen Burgos und Villafranca Montes de Oca

  • Bedeutung: Obwohl nicht zweifelsfrei ein Templerbau, wird das Kloster häufig mit dem Orden in Verbindung gebracht. San Juan war ein Erbauer und Schutzheiliger der Pilgerwege, mit engen Verbindungen zu Ritterorden.

  • Besonderheit: Eine romanische Kapelle mit symbolischer Architektur, u. a. einem berühmten Sonnenlichtphänomen zur Tagundnachtgleiche.

2. Rabanal del Camino (León)

  • Ort: Am Fuße des Montes de León

  • Bedeutung: Dieser kleine Ort war eine bekannte Pilgerstation, und die Templer betrieben dort eine Versorgungsstation.

  • Heute: Die Kirche Iglesia de la Asunción zeigt noch romanische Elemente und ist mit Templersymbolik verbunden.

3. Villalcázar de Sirga (Palencia)

  • Ort: Auf halber Strecke zwischen Carrión de los Condes und Frómista

  • Bedeutung: Die Templer sollen die Iglesia de Santa María la Blanca errichtet haben oder stark mitfinanziert haben.

  • Besonderheit: Die Kirche war ein bedeutender Marienwallfahrtsort mit Pilgerhospiz.

4. Torres del Río (Navarra)

  • Ort: Zwischen Estella und Logroño

  • Bedeutung: Die Kirche Iglesia del Santo Sepulcro wird häufig den Templern zugeschrieben.

  • Architektur: Eine oktogonale Kirche, ähnlich wie in Eunate – deutet auf Symbolik und Templereinfluss hin.

5. Eunate (Navarra)

  • Ort: In der Nähe von Puente la Reina

  • Bedeutung: Die achteckige Kirche Santa María de Eunate ist das wohl bekannteste Beispiel für einen mystisch aufgeladenen Ort, der mit dem Templerorden assoziiert wird.

  • Symbolik: Architektur, Ausrichtung und Lage lassen auf initiatorische und geomantische Bedeutung schließen.

6. Sarria (Galicien)

  • Ort: Wichtigste Einstiegsetappe der letzten 100 km des Jakobswegs

  • Bedeutung: Auch wenn es keine erhaltene Templerburg mehr gibt, war Sarria ein strategischer Ort. Die Templer unterhielten dort vermutlich eine Kommende oder eine Herberge.

7. Manjarín (zwischen Rabanal und El Acebo)

  • Heute: Ein moderner „Neo-Templer“ betreibt dort eine rustikale Pilgerstation, wo das Templerkreuz weht. Auch wenn historisch nichts eindeutig belegt ist, spüren viele Pilger die besondere Atmosphäre dieses Ortes.

Hinweis zur Forschungslage

Viele Templerorte am Jakobsweg sind heute schwer eindeutig zu identifizieren, da viele Gebäude nach der Auflösung des Ordens (1312) von anderen Ritterorden übernommen wurden – z. B. von den Johannitern oder dem Santiago-Orden. Dennoch zeigen die Architektur, Grundrisse und Symbole vieler Kirchen und Burgen die typischen Merkmale des Templerordens: Oktogone, Rundkirchen, starke Ausrichtung auf Jerusalem-Symbolik, einfache, klare Romanik und das rote Kreuz.

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