Dresden bringt acht Flüchtlinge in Villa unter – für eine Million Euro jährlich
Ein Beschluss der Stadt Dresden sorgt für Unruhe: Acht Flüchtlinge mit besonderem Pflegebedarf wurden in einer ehemaligen Seniorenresidenz in der Bautzner Straße untergebracht. Kostenpunkt: knapp eine Million Euro pro Jahr. Pikant: Das frühere Pflegeheim musste „aus wirtschaftlichen Gründen“ schließen.
Laut Sächsischem Innenministerium wurde die Villa eigens für diesen Zweck angemietet – bis mindestens Mai 2036. Pro Monat fallen rund 80.000 Euro an für Miete, Wachschutz, Personal und Nebenkosten. Zum Stichtag Ende Juni 2025 lebten dort acht Menschen, rechnerisch mehr als 10.000 Euro pro Person und Monat.
Der Fall wirft Fragen auf: Warum wurde die Einrichtung für Senioren aufgegeben, wenn nun für dieselbe Immobilie plötzlich erhebliche Mittel zur Verfügung stehen? Kritiker sprechen von blankem Hohn gegenüber älteren Menschen, die auf bezahlbare Pflegeplätze angewiesen sind.
Ein ähnliches Bild zeigt sich in Wiesbaden: 85 Sozialwohnungen im ehemaligen Palasthotel wurden für kleinere Flüchtlingsfamilien reserviert, während Senioren, die dort eigentlich neuen Wohnraum erhalten sollten, vertröstet werden.
Beide Beispiele nähren den Eindruck, dass Einheimische mit geringen Einkommen und pflegebedürftige Senioren hintenangestellt werden, während für Flüchtlingsunterkünfte keine Kosten gescheut werden. Dies birgt sozialen Sprengstoff und verstärkt die Gefahr, dass verschiedene Bevölkerungsgruppen gegeneinander ausgespielt werden.
