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Der Mensch ist die dümmste Spezies – Verehrung ohne Erkenntnis

Der Mensch ist die dümmste Spezies! Er verehrt einen unsichtbaren Gott und tötet eine sichtbare Natur, ohne zu wissen, dass diese Natur, die er vernichtet, der unsichtbare Gott ist, den er verehrt.
Hubert Reeves (1932–2023)

Die Anklage des Astrophysikers

Hubert Reeves, kanadischer Astrophysiker und Philosoph, bringt in diesem Wort eine erschütternde Wahrheit auf den Punkt: Der Mensch spricht von Ehrfurcht vor Gott – und zerstört zugleich das Werk, in dem Gottes Größe sichtbar wird.

Es ist ein Paradox: Wir falten die Hände zum Gebet, aber mit denselben Händen reißen wir Wälder nieder, vergiften Flüsse, ersticken die Luft. Wir sprechen von Schöpfung – und behandeln sie wie Abfall.

Natur als Offenbarung

Die Natur ist nicht bloß Kulisse, sie ist Zeichen und Sprache Gottes.

  • Jeder Baum ist ein Gebet, das Wurzeln schlägt.

  • Jeder Stern ist ein Psalm, der das Licht verkündet.

  • Jeder Fluss ist ein Gleichnis für das Leben, das strömt.

Wer die Natur vernichtet, zerstört nicht nur äußere Schönheit, sondern verhöhnt den Schöpfer selbst. Denn in ihr spiegelt sich Sein unsichtbares Wesen.

Der Hochmut des Menschen

Der Mensch, der sich für „Krone der Schöpfung“ hält, zeigt oft sein wahres Gesicht: nicht als Krone, sondern als Zerstörer.
Er beutet aus, was ihn ernährt. Er vergiftet, was ihn reinigt. Er tötet, was ihn trägt.

So beweist er die Torheit, von der Reeves spricht: Er verehrt das Unsichtbare und verachtet das Sichtbare – und erkennt nicht, dass beides untrennbar zusammengehört.

Die Haltung des Templers

Ein Tempelritter weiß: Gottes Tempel steht nicht nur in Kirchen aus Stein – er steht auch in der Schöpfung.

  • Ein Wald ist eine Kathedrale.

  • Ein Berg ist ein Altar.

  • Das Meer ist ein Spiegel der Ewigkeit.

Darum gilt es, die Schöpfung zu ehren, zu schützen, zu bewahren. Denn wer den Altar zerstört, entweiht den Gottesdienst.

Fazit

Reeves’ Wort ist eine Anklage – und eine Mahnung.
Der Mensch muss begreifen: Natur und Gott sind nicht Gegensätze. Die Schöpfung ist Offenbarung.

Für den Templer bedeutet das: Nicht nur den unsichtbaren Gott zu verehren, sondern auch die sichtbare Natur zu schützen. Denn wer die Schöpfung liebt, ehrt den Schöpfer.

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