Geheimdienst arbeitet an Papst-Reise

Seoul will Papst nach Nordkorea bringen
Spekulationen über einen Besuch von Papst Franziskus in Nordkorea zirkulieren schon seit Jahren. Nun verkündet Südkoreas Geheimdienstchef, dass er eine Reise des Kirchenoberhaupts in das kommunistische Nachbarland plane. Der Besuch solle „Frieden auf der koreanischen Halbinsel“ bringen.

Südkoreas Geheimdienstchef Park Jie Won will sich Medienberichten zufolge für einen Besuch von Papst Franziskus in das abgeschottete Nordkorea einsetzen. Zusammen mit dem südkoreanischen Erzbischof von Gwangju, Hyginus Kim Hee Joong, und dem Apostolischen Nuntius (Botschafter) des Vatikans, Alfred Xuereb, arbeite er an der Reiseorganisation, wurde Park von der Zeitung „Hankyoreh“ zitiert. Park habe das Anfang dieser Woche in einer „festlichen Botschaft“ während eines katholischen Gottesdienstes in der südlichen Stadt Mokpo gesagt.

Park habe die Teilnehmer dazu aufgerufen, dafür zu beten, dass der Besuch zustande kommt, um „Frieden auf der koreanischen Halbinsel zu bringen“, hieß es. Ob Park bereits versucht hat, wegen eines Papst-Besuchs mit Nordkorea Kontakt aufzunehmen, war unklar. Zwischen beiden Ländern herrscht derzeit offiziell Funkstille, auf Vorschläge Seouls zur Wiederaufnahme eines Dialogs ging Pjöngjang bisher nicht ein.

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