Der Vatikan besitzt 5.171 Immobilien

Vatikan veröffentlicht erstmals Güterbericht
Der Vatikan besitzt viele prunkvolle Gebäude. Nur wenige allerdings sind so prunkvoll wie der Petersdom in Rom.

Am Dienstag beginnt im Vatikan ein Immobilienprozess gegen einen einflussreichen Kardinal. Um für Aufklärung zu sorgen, veröffentlicht der Kirchenstaat erstmals seinen Güterbesitz. Nur rund 14 Prozent der Immobilien werden zu marktüblichen Preisen vermietet.

Die Güterverwaltung des Vatikans (Apsa) hat wenige Tage vor Beginn eines Immobilienprozesses erstmals ihre Jahresbilanz veröffentlicht. Aus den Unterlagen geht unter anderem hervor, dass der Apsa 4051 Liegenschaften in Italien gehören. Dazu kommen weitere 1120 in London, Paris, Genf und Lausanne. Der Gewinn der Güterverwaltung lag 2020 nach eigenen Angaben bei knapp 51 Millionen Euro. Der Wert aller Finanzanlagen beläuft sich auf 1,8 Milliarden Euro.

Juan Antonio Guerrero, der Präfekt des Wirtschaftssekretariats des Heiligen Stuhls, teilte angesichts der Veröffentlichung mit, der Kirchenstaat unternehme nie dagewesene Anstrengungen, Transparenz in seine Finanzen zu bringen. „Wir kommen aus einer Kultur der Geheimhaltung aber wir haben gelernt, dass Transparenz uns in wirtschaftlichen Angelegenheiten besser schützen kann“, erklärte er.

Verlustreicher Immobiliendeal
Anklage wegen Veruntreuung im Vatikan
Am Dienstag beginnt vor dem Vatikangericht ein Prozess wegen des Kaufs einer Luxusimmobilie im Londoner Stadtteil Chelsea, der in den Jahren 2018 und 2019 über die Bühne ging. Zehn Verdächtige, darunter der einflussreiche italienische Kardinal Angelo Becciu, sind wegen Veruntreuung, Machtmissbrauch und Zeugenbeeinflussung angeklagt. Sie sollen bei dem Geschäft in die eigene Tasche gewirtschaftet haben. Becciu soll zudem Geld aus Wohltätigkeitsfonds für Verwandte abgezweigt haben. Der Kardinal beteuert seine Unschuld.

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