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⚔️ Templer Sagen

Die Burgruine Röthelstein

Röthelstein gilt als eine der niederösterreichischen „Templerburgen“, die hier gewöhnlich als „Raubritter“ ihr Unwesen treiben, wobei sie in der Sage meistens rote Kopfbedeckungen tragen oder rot gewandet sind. Gerade diese Gewandung, die auf den Namen der Burg anspielen dürfte, steht im Widerspruch zur tatsächlichen Ordenstracht der Templer und deutet an, dass hier mehrere Vorstellungen über mittelalterliche Bösewichte miteinander verschmolzen sein dürften. Dass hier jemals tatsächlich Templer ihr Unwesen getrieben hätten, gilt heute als widerlegt. Was ihr „Raubritterverhalten“ betrifft, haben diese Sagen jedoch einen wahren Kern. Röthelstein wurde im 15. Jahrhundert zeitweise von Söldnern und ihren meist adeligen Anführer bewohnt, welche auf der Suche nach Beute (Geld, Lebensmitteln) die Umgebung durchstreiften und die Bevölkerung erpressten. Zu diesen zählte zum Beispiel Wilhelm von Enzersdorf, der um 1411 von Röthelstein aus, die Bürgerschaft der Stadt Hainburg bedrohte. Wilhelm war allerdings von Herzog Albrecht (V.) von Österreich, in seiner Funktion als Landesfürst des Herzogtums Österreich, mit der Burg belehnt worden. In den 1450er-Jahren errichtete Wenko von Ruckenau, besser bekannt als „Ledwenko“ mit seinen Leuten an beiden Donauufern zwei Sperren (Tabore), mit denen er von den Reisenden „Abgaben“ erpresste. Die Absperrungen wurden um 1458 zerstört.

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