✠✠✠ INTERESSENTEN BLOG ✠✠✠

Vatikan und Vietnam wollen Beziehungen weiter vertiefen

Ein Kommentar aus Sicht eines Tempelritters

Am 14. September 2025 erreichte uns die Nachricht, dass die Sozialistische Republik Vietnam und der Heilige Stuhl ihre Annäherung fortsetzen wollen. Zwar bestehen auch nach fast fünfzig Jahren noch keine vollen diplomatischen Beziehungen, doch die Schritte, die in den vergangenen Jahren gegangen wurden, deuten auf eine langsame, aber stetige Öffnung hin.

Zeichen des Vertrauens

Die Gemeinsame Arbeitsgruppe, die sich diesmal im Vatikan versammelte, sprach von einer „Atmosphäre der Freundschaft, des Vertrauens und gegenseitigen Respekts“. Worte, die in unserer zerrissenen Welt von besonderer Bedeutung sind. Dass Papst Leo XIV. persönlich die Delegation empfing, unterstreicht, wie ernst die Kirche diesen Dialog nimmt.

Für uns Templer sind dies keine bloßen diplomatischen Gesten, sondern geistliche Zeichen: Brücken werden gebaut, wo einst Mauern standen. Vertrauen wächst, wo lange Misstrauen herrschte.

Die Katholiken Vietnams – eine lebendige Gemeinschaft

In Vietnam leben 7,2 Millionen Katholiken – Gläubige, die über Jahrzehnte hinweg unter schwierigen politischen Bedingungen ihren Glauben bewahrt haben. Ihr Zeugnis erinnert uns Templer an die Kraft des stillen Widerstands: das Festhalten an Christus auch dort, wo es nicht bequem ist.

Die Präsenz eines ständigen vatikanischen Vertreters seit 2023 – Erzbischof Marek Zalewski – ist ein Lichtzeichen. Auch wenn er noch nicht den Rang eines Botschafters trägt, so ist er doch ein Symbol für das Dazwischen, für den Zustand des „Schon, aber noch nicht“.

Zwischen Geschichte und Zukunft

Seit der Wiedervereinigung Vietnams 1975 war der Weg zum Heiligen Stuhl blockiert. Doch nun öffnet sich ein neuer Horizont. Wir Templer wissen aus eigener Tradition: Geduld ist ein geistlicher Schlüssel. Diplomatie in der Nachfolge Christi bedeutet nicht, schnelle Siege zu erringen, sondern Brücken über Jahrzehnte zu tragen, bis die Last des Misstrauens schwindet.

Ein Ruf zur Einheit

Als Templer erkennen wir in diesen Entwicklungen mehr als politische Annäherung. Wir sehen die tiefe Sehnsucht, die Völker und Nationen miteinander verbindet: die Sehnsucht nach Gemeinschaft im Glauben und nach einer Welt, in der das Evangelium frei gelebt werden kann.

Mögen diese Schritte zwischen Rom und Hanoi zu einem Zeichen der Versöhnung werden – nicht nur für die katholischen Gläubigen Vietnams, sondern für alle, die in dieser Welt noch zwischen Systemen und Fronten zerrieben werden.

Für uns Templer ist diese Nachricht eine Mahnung: Den wahren Frieden schafft nicht die Politik allein, sondern die Beharrlichkeit des Glaubens, die Bereitschaft zum Dialog und der Mut zur Hoffnung.

Schreibe einen Kommentar