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Welcher Papst wurde von wem ermordet?

Eine Betrachtung aus der Sicht eines Templers über Gewalt, Wahrheit und die Prüfungen der Kirche in der Geschichte

Die Geschichte der Kirche ist nicht nur eine Geschichte des Lichts – sie ist auch eine Geschichte von Prüfungen. Selbst die Nachfolger des Apostels Petrus blieben nicht verschont von Intrigen, Gewalt und Verrat. Wer glaubt, die Kirche sei immer nur in Frieden gewachsen, kennt ihre Geschichte nicht.

Ein Templer fürchtet die Wahrheit nicht. Denn Wahrheit stärkt den Glauben. ✠

Darum wollen wir nüchtern betrachten: Welche Päpste wurden tatsächlich Opfer von Gewalt?

✠ Märtyrer der frühen Kirche

Die ersten Nachfolger Petri lebten in einer Zeit römischer Christenverfolgung. Einige starben als Märtyrer.

Zu ihnen zählt etwa
Pope Pontian († 235),
der in die Verbannung geschickt wurde und dort unter schweren Bedingungen starb.

Auch
Pope Sixtus II († 258)
wurde während einer Verfolgung unter Kaiser Valerian hingerichtet – ein klares Martyrium für den Glauben.

Hier sehen wir: Das Papstamt war ursprünglich kein Thron der Macht, sondern ein Sitz des Opfers.

✠ Die dunkle Zeit der politischen Intrigen

Besonders im frühen Mittelalter – zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert – wurde Rom zum Schauplatz harter Machtkämpfe zwischen Adelsfamilien, Kaisern und Fraktionen innerhalb der Kirche selbst.

In dieser Zeit starben mehrere Päpste gewaltsam.

Zu den bekanntesten Fällen zählt:✠ Pope John VIII († 882)

Er gilt als einer der wenigen Päpste, die sehr wahrscheinlich ermordet wurden. Berichten zufolge wurde er zunächst vergiftet und anschließend erschlagen – vermutlich durch Gegner aus seinem eigenen Umfeld.

Ein erschütterndes Beispiel dafür, wie tief politische Kämpfe in das Leben der Kirche eindringen konnten.

Pope Benedict VI († 974)

Er wurde während eines Aufstands in Rom gefangen genommen und schließlich im Gefängnis ermordet – wahrscheinlich auf Veranlassung eines Gegenpapstes und römischer Adelskreise.

Hier sehen wir, wie weltliche Machtinteressen versuchten, den Stuhl Petri zu kontrollieren.

Pope John X († 928)

Auch sein Tod geschah vermutlich gewaltsam. Er wurde gestürzt, gefangen gesetzt und starb im Kerker – wahrscheinlich durch Strangulation.

Sein Schicksal gehört zu jener Zeit, die Historiker oft als eine der schwierigsten Phasen des Papsttums bezeichnen.

Pope Stephen VI († 897)

Nach politischen Unruhen wurde er gefangen genommen und im Gefängnis erdrosselt.

Sein Tod zeigt, wie gefährlich das Papstamt in Zeiten innerer Unordnung sein konnte.

✠ Attentate in neuerer Zeit

Auch in der Neuzeit blieb der Papst nicht frei von Gewalt.

Am 13. Mai 1981 wurde
Pope John Paul II
auf dem Petersplatz angeschossen.

Der Attentäter
Mehmet Ali Ağca
verletzte ihn schwer – doch der Papst überlebte.

Später vergab er seinem Attentäter persönlich im Gefängnis.

Das ist ein Zeugnis echter christlicher Stärke.

✠ Was ist mit anderen oft genannten Fällen?

Manche Namen werden häufig genannt, doch historisch sind sie nicht korrekt als Mordfälle belegt.

Zum Beispiel:

  • Pope Sixtus V wurde nicht ermordet
  • Pope Innocent X wurde ebenfalls nicht ermordet
  • Pope Zachary starb eines natürlichen Todes

Hier zeigt sich: Nicht jede Überlieferung ist zuverlässig. Ein Templer prüft Quellen sorgfältig.

✠ Eine geistliche Betrachtung für uns heute

Brüder,

die Tatsache, dass selbst Päpste Gewalt erlitten haben, ist kein Zeichen der Schwäche der Kirche.

Es ist ein Zeichen ihrer Menschlichkeit.

Die Kirche ist heilig in ihrem Ursprung –
aber sie bewegt sich durch die Geschichte unter Menschen.

Ein Templer versteht:

Treue zeigt sich nicht in einfachen Zeiten.
Treue zeigt sich in Prüfungen.

Selbst der Stuhl Petri blieb nicht verschont von Verrat und Angriffen.

Und dennoch besteht die Kirche bis heute.

Darum bleibt standhaft.
Darum bleibt wachsam.
Darum bleibt treu.

Denn das Werk Gottes überlebt selbst die dunkelsten Stunden der Geschichte.

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