✠ Blog des ALTEN SOUVERÄNEN TEMPLER ORDENS (ASTO) ✠

Gedanken am 28. Juli

Wenn man den Dalai Lama – leibhaftig oder in einem Video
– sieht, ist es unmöglich, von seinem herzhaften Lachen
nicht angerührt, entzückt und »entwaffnet« zu sein. Wie
viele tibetische Mönche hat auch Seine Heiligkeit einen
unglaublichen Sinn für Humor und ein Lachen, das seinen
Körper bis in die kleinsten Zellen zu erschüttern scheint und
dann seine Zuhörer leibhaftig erfaßt und die in jedem Menschen
latente Freude und Lebenskraft erweckt. Das ist kein
Mann, der lacht, weil er etwa nie gelitten hätte. Schließlich
wurde seine Heimat in den 50er Jahren von den Chinesen
verwüstet und Tausende seiner Landsleute ermordet. Sein
Lachen scheint vielmehr aus einem inneren Zentrum der
Gelassenheit zu kommen, das unentwegt Frieden und L e bendigkeit
ausstrahlt.

Tempelarbeit:
Nach Aussage des Dalai Lama ist die wichtigste spirituelle Übung
die Güte. Seine Fähigkeit, dieselben Menschen zu segnen, die seine
Landsleute gefoltert: und deren Tempel und Heimat zerstört haben,
hat mit Sicherheit verhindert, daß sich seine Geisteshaltung
in irgendeiner Weise verhärtete.
Führe heute die Metta-Meditation (11.-15. Februar) durch – eine
der besten Methoden, dein Herz zu öffnen und die Sonne deiner
wahren Natur aufstrahlen zu lassen. Wenn das Herz offen ist,
strömt Heiterkeit ungehindert hervor, und die Starrheit des Ichs
schmilzt dahin wie Schnee in der Sonne.

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