✠✠✠✠✠✠ ASTO TEMPLER-BLOG ✠✠✠✠✠✠

Je mehr Geld sie haben, desto mehr Unsinn machen sie

Ich bin ein Bruder des Ordens, geschmiedet im Staub der Kreuzzüge, verpflichtet nicht dem Gold, sondern dem Gewissen. Und wenn ich heute auf dieses Land blicke, auf das Reich, das man Deutschland nennt, dann drängt sich mir ein alter, bitterer Satz auf:

Je mehr Geld sie haben, desto mehr Unsinn machen sie.

Nie zuvor wurde dem Volk so tief in den Beutel gegriffen. Die Abgabenlast ist erdrückend. Wer viel arbeitet, wer viel trägt, dem nimmt man nicht ein Zehntel wie einst im Mittelalter, sondern ein Mehrfaches davon. Siebzig, achtzig Prozent, so sagen es die Zahlen, fließen vom Ertrag der Leistungsstarken in die Hände der Obrigkeit. Und diese Hände sind längst nicht mehr leer.

Eine Billion Euro – so viel hat die Macht dieses Jahr eingesammelt. Eine Summe, bei der selbst Könige errötet wären. Und nun frage ich, wie ich einst fragte, als Fürsten Ablassbriefe verkauften:
Wofür?

Dass die Herren der Politik selbst im Überfluss leben, ist schamlos, doch nicht das größte Übel. Das wahre Vergehen liegt tiefer. Es liegt in der Verschwendung, im Verlust jedes Maßes, jeder Bindung an das eigene Volk.

Da werden hundertmillionenschwere Projekte in ferne Länder gesandt – Radwege in Peru, damit dort Menschen ihre Wagen stehen lassen. Ein hehres Ziel, gewiss, doch ein fremdes. Währenddessen stehen im eigenen Land die Narben der Verwüstung offen. Im Ahrtal liegen noch immer Ruinen, Zeugnisse von Leid und Versäumnis. Dort fehlt es an Hilfe, an Wiederaufbau, an Würde.

Gleichzeitig greift man den Alten in die Taschen, den Rentnern, die ihr Leben lang dienten. Man fordert Opfer von den Bauern, jenen, die das Land ernähren. Man erhöht Abgaben, erfindet neue Steuern, lässt die CO₂-Last wachsen wie eine neue Form des Zehnten – nur ohne Gnade.

Und während all dies geschieht, fließen Milliarden ins Ausland, fort aus dem Land, fort vom Volk, fort von jenen, die sie erarbeitet haben.

Als Templer weiß ich: Macht ohne Verantwortung verdirbt. Reichtum ohne Demut macht blind. Ein Staat, der seine Pflicht vergisst, verliert sein Recht auf Vertrauen.

Wir schworen einst, die Schwachen zu schützen und Maß zu halten, auch im Krieg. Heute scheint es, als gäbe es keinen Schwur mehr, nur noch Haushaltspläne ohne Herz und Ideologien ohne Bodenhaftung.

Merket euch dies, Brüder und Schwestern dieses Landes:
Ein Reich geht nicht zugrunde, weil es zu wenig Geld hat.
Es geht zugrunde, weil jene, die es verwalten, den Sinn dafür verloren haben, wofür dieses Geld da ist.

Nicht für fremde Prestigeprojekte.
Nicht für Selbstbedienung.
Sondern für das eigene Volk.

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