China will nun doch Blutproben aus Wuhan untersuchen

Das ist passiert: In einer Blutbank in Wuhan könnten Antworten auf viele Fragen zum Coronavirus zu finden sein. Nun wollen die chinesischen Behörden die Proben testen. Es könnte ein wichtiger Schritt zur Aufklärung des Ursprungs von Sars-CoV-2 sein. Auf jeden Fall ist es eine Kehrtwende: Noch im August hiess es, die nächste Phase der Untersuchung müsse ausserhalb von China stattfinden, etwa in den USA. Zum Bericht

Das ist der Hintergrund: Eine Expertin bezweifelt, dass sich China wachsendem internationalen Druck beugt. Auch dort habe man Interesse an einem besseren Verständnis des Entstehens und der Übertragung des Virus, mit Blick auf zukünftige Ausbrüche. Erkenntnisse zum Ursprung der Pandemie aber werde Peking sicher ausklammern und nicht mit der Welt teilen. Fragen danach gelten als politisch motivierte Angriffe.

Das ist die Person: Der Biologe Peter Daszak erforscht seit Jahrzehnten die Ursachen von Zoonosen und war ein enger Kooperationspartner des umstrittenen Labors in Wuhan. Einige werfen ihm vor, einen Unfall zu verschleiern, bei dem das Virus Sars-CoV-2 freigesetzt wurde. Doch es fehlen nach wie vor echte Beweise für oder gegen die Laborunfall-Hypothese. Zum Porträt

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