✠✠✠✠✠✠ ASTO TEMPLER-BLOG ✠✠✠✠✠✠

⚔️ Gedanken am 30. September

Im Schatten des Wandels – Vom Sturz zur Ganzheit

Der Drang zur Perfektion im Umbruch

In Zeiten plötzlichen Wandels, wenn uns der Boden unter den Füßen weggezogen wird, geraten viele von uns in perfektionistisches Denken. Wir meinen, alles „vermasselt“ zu haben, und ziehen den vernichtenden Schluss: Wir sind schlecht, sehr schlecht – alles andere als vollkommen.

Doch dieser Gedanke entspringt nicht der Wahrheit, sondern der Angst. In Wahrheit sind solche Krisen nicht Strafen, sondern Weckrufe des Geistes, Prüfungen, die uns zurück zur Ganzheit führen sollen.

C. G. Jung und die Notwendigkeit der Dunkelheit

Der große Tiefenpsychologe C. G. Jung schrieb in einem Brief, der uns heute noch wie ein Balsam für die Seele erscheint:

„Wenn Du jetzt niedergeschlagen bist und bis über beide Ohren im Morast steckst, mußt Du Dir sagen, daß Du zu hoch geflogen warst und daß eine Dosis unverdünnter Höllenschwärze angezeigt war. Die Klemme, in der Du steckst, ist gewiß nichts, was Du selbst verursacht haben könntest. Dies zeigt, daß jemand ,da draußen‘ Dich mit fürsorglichen Gedanken umgibt und Dir das nötige Unrecht antut.“

Dieser Satz trägt eine tiefe Botschaft: Die Dunkelheit gehört zu unserer Heilung. Sie ist kein Zufall, sondern eine gezielte Einladung, das Gleichgewicht wiederzufinden.

Die kosmische Pädagogik

Es ist, als ob das Leben selbst – die kosmischen Kräfte, die „Jemanden da draußen“ darstellen – uns inszenierte Dramen vorsetzt, damit wir nicht in Überheblichkeit verharren, sondern Demut, Stärke und innere Wahrheit erlangen.

Wir sind nicht Opfer, sondern Lernende. Jeder Sturz, jedes scheinbare Unrecht ist Teil einer größeren Schule der Ganzheit.

Templerarbeit

  • Sprich in innerer Sammlung:
    „Großer Geist, ich trete in diese Jahreszeit ein voll Dankbarkeit für die Dinge, die ich von den kosmischen Wirkern des Gewahrseins lernen werde. Ich erkenne, dass die Kräfte des Unbewussten das Alte auskehren und die Dramen inszenieren, die mich zur Ganzheit führen. Ich rufe Raphael, den Heiler Gottes, an, dass er mir in diesem Herbst beistehe und mir den Mut gebe, mir selbst aufs Neue ins Angesicht zu sehen. Möge ich meine Ganzheit annehmen und Gott und allen Wesen von größerem Nutzen sein.“

  • Atme ein paarmal loslassend durch.

  • Lasse dich in die innere Stille sinken, ins Allerheiligste deines Herzens.

  • Richte deine Aufmerksamkeit nach hinten, auf das Westliche Tor deines Körpertempels.

  • Rufe die Gegenwart Raphaels an und bitte ihn, dich in deiner Heilung zu begleiten und dich Schritt für Schritt in die Ganzheit zu führen.

Fazit

Der Weg des Templers ist kein makelloser Weg. Er kennt Abstieg und Dunkelheit, Irrtum und Krise. Doch er weiß: Jeder Sturz dient der Wandlung. Jeder Schatten ist ein Lehrer. Jede Prüfung führt zurück zur Ganzheit.

Non nobis, Domine, non nobis, sed nomini tuo da gloriam.

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