Missbrauchsvorwürfe: Prinz Andrew verliert seine Schirmherrschaften und militärischen Titel

Das ist passiert: Der zweitälteste Sohn von Königin Elizabeth II. und Prinz Philip galt früher als Sympathieträger des Königshauses in aller Welt. Er war als Held aus dem Falklandkrieg zurückgekehrt und gehörte bis zu seiner Hochzeit mit Sarah Ferguson 1986 zu den begehrtesten Junggesellen Grossbritanniens. Dreieinhalb Jahrzehnte später ist der 61-jährige Prinz Andrew am vorläufigen Tiefpunkt seiner Karriere angelangt: Die Queen hat Andrew alle militärischen Ehrentitel und Schirmherrschaften entzogen. Der Königspalast gab ausserdem bekannt, dass sich der Prinz im Verfahren gegen Virginia Giuffre wegen sexuellen Missbrauchs als «Privatperson» verteidigen werde. Dem Prinzen bleiben drei Optionen – eine schlechter als die andere. Zum Bericht

Darum ist es wichtig: Welchen Weg Andrew in der Zivilklage auch immer beschreitet: Die kommenden Monate werden den Imageschaden für ihn erheblich vergrössern. Die direkten Konsequenzen für das Königshaus sind zwar begrenzt, zumal Andrew in der Thronfolge nur noch an neunter Stelle steht. Dennoch droht die Sexaffäre zu einer peinlichen Angelegenheit zu werden, die von den diesjährigen Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Thronbesteigung der Queen ablenkt.

Das ist die Anklägerin: Virginia Giuffre heisst die Frau, die in einem der bekanntesten Missbrauchsfälle der jüngeren Zeit im Mittelpunkt steht. Das Thema Missbrauch zieht sich wie ein roter Faden durch Giuffres Jugendjahre. Eine Begegnung mit Ghislaine Maxwell, der Komplizin des pädophilen Millionärs Jeffrey Epstein, erwies sich als verhängnisvoll. Zum Porträt
Missbrauchsvorwürfe gegen Prinz Andrew: Zu den neusten Entwicklungen und wichtigsten Fragen und Antworten

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