⚔️ Die Templer in Altbayern

Großmeister Bertrand de Blanchefort (reg. 1156-1169) übergab am 27. April 1167 Pfalzgraf Friedrich (gest. 1198) als Vertreter seines Bruders Otto von Wittelsbach (gest. 1183), des späteren Herzogs, Güter in Ottmarshart im Norden Dachaus und im Leukental bei St. Johann in Tirol. Als Verkäufer für den Orden wirkte der Präzeptor von Lombardien, Bruder Bonifatius, der offenbar auch für den Besitz nördlich der Alpen zuständig war.

Eine eigenständige Kommende der Templer bestand in Moosbrunn, heute Moritzbrunn (Lkr. Eichstätt). Im Jahr 1251 wird der Prokurator des Templerordens in Moosbrunn Konrad erwähnt, der mit Abt Rudolf von St. Mang (Füssen) ein Lehengut in Dietlried (Lkr. Weilheim-Schongau) teilt. Im Jahr 1289 verkaufte dann der Präzeptor des Templerordens von Deutschland und Slawenland Wildgraf Friedrich einen Hof und eine halbe Hufe in Altenstadt bei Schongau, den Hof in Dietlried mit dem Patronatsrecht der dortigen Kirche und weitere Höfe am Lechrain, wozu die Brüder von Moosbrunn als Vorbesitzer ihre Einwilligung gaben, an das Prämonstratenserstift Steingaden.

Nach einer zweifelhaften chronikalischen Überlieferung gründeten die Brüder Burggraf Heinrich III. von Riedenburg (erw. 1135-1175) und Landgraf Otto II. von Stefling (erw. 1143-1175) im Jahre 1155 ein Templerhaus in Altmühlmünster (Lkr. Kelheim) in der Diözese Regensburg. Später befand sich das Haus im Besitz des Johanniterordens, dem damit die Besitznachfolge der Templer geglückt wäre.

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