Der Lockdown ruft bei manchen Holocaust-Überlebenden traumatische Erinnerungen wach

Shoah-Überlebende gehören zur Corona-Risikogruppe und mussten sich früh zu Hause isolieren. Auch die etwa 450 Überlebenden, die heute in der Schweiz wohnen, sind gefährdet. Die Zürcherin Anita Winter gründete darum eine Corona-Hotline für sie. «Viele von ihnen reden jetzt offener, weil sie befürchten, die Pandemie nicht zu überleben, und bestimmte Dinge vorher noch erzählen möchten.
Warum Juden in Krisenzeiten zum Sündenbock werden: Holocaust-Relativierungen erhielten in den vergangenen Monaten Auftrieb, zum Teil aber auch offener Antisemitismus. An einer Anti-Corona-Demonstration in Zürich sagte ein Mann zu einem Journalisten: «Die Rothschilds stecken hinter den Corona-Massnahmen.» Dina Wyler, die Geschäftsführerin der Zürcher Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus, erklärt, warum die Juden in Krisenzeiten häufig zum Sündenbock werden.

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