Eine Doku über Pädophilie-Skandale erschüttert Polen

Der Primas des Landes informiert den Vatikan über die neuesten Pädophilie-Fälle, die von Dokumentarfilmern aufgedeckt wurden. Die Schicksale der Opfer, die ans Licht kommen, setzen Kirche und Regierung unter Druck.

Ein Priester, der jahrelang Dutzende von Jungen sexuell belästigt und Bischöfe, die es jahrelang vertuscht haben – was in der kleinen Stadt Pleszew in Zentralpolen in den 1990er Jahren geschah, deckt die Dokumentation „Das Versteckspiel“ der Autoren Marek und Tomasz Sekielski auf. Schon mit ihrem ersten Film über das Thema Pädophilie in der Kirche vor genau einem Jahr haben die beiden eines der wichtigsten Tabus in Polen gebrochen.

Jetzt erzählen sie die Schicksale der Brüder Jakub und Bartek Pankowiak, derer Vater in den 1990er-Jahren Organist in der Kirche von Pleszew war. Der damalige Gemeindepfarrer Arkadiusz, beliebt unter den Jugendlichen, war ein häufiger Gast bei ihm zu Hause. Doch wenn die Eltern gerade nicht hinsahen, drückte, streichelte und küsste er die Söhne. Bartek und Jakub waren entsetzt – lebten aber mit ihrem Drama lange alleine.

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