Gedanken am 4. Mai

Die Chassidim, eine Mitte des 18. Jahrhunderts in Osteuropa
entstandene mystische jüdische Sekte, feierten ihre Vereinigung
mit Gott durch Gesang und Tanz und warteten die
ganze Woche lang voll ekstatischer Vorfreude auf die Ankunft
der Schechina – des Göttlichen Weiblichen -, die sie
dann als spirituelle Geliebte empfingen: die »Sabbat-Königin
«. Im Frühling und Sommer zogen sie am Freitagabend
hinaus auf die fruchtbaren grünenden und goldenen Getreidefelder
und hiessen die Sabbat-Königin mit dem Liebeslied
»Lechah Dodi« willkommen – einem Lied, das, wann immer
ich es höre, meine Seele vor Wonne erschaudern lässt.
Tempelarbeit:
Grosser Geist, Göttliches Mysterium jenseits der Dualität
von männlich und weiblich, Mutter und Vater, Mutter und
Kind, hilf mir, Dich zu erkennen, indem ich jeden Deiner
Aspekte begreife. In diesem Monat Mai hilf mir, Dich als
Gott die Mutter zu verstehen, als Sie, die Leben spendet und
erhält.
Verweile für ein paar Minuten im Gebet der Sammlung. Offne
dich der Göttlichen Gegenwart als ein empfangsbereites Gefäss für
die Liebe Gottes.

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