Nochmals ein wenig Zeit gewonnen – Russland und die USA versuchen sich in Deeskalation

Das ist passiert: Russland und die Vereinigten Staaten wollen weiter über ihre Vorstellungen zur europäischen Sicherheitsordnung und ihre gegenseitigen Forderungen verhandeln. Zu dieser Einigung kamen Sergei Lawrow und Antony Blinken nach ihrem Treffen in Genf. Lawrow sprach von einem nützlichen, offenen Gespräch; Blinken nannte es nicht polemisch, geschäftsmässig, direkt und nützlich. Doch trat auch zutage, dass ihr Blick auf die Situation rund um die Ukraine völlig gegensätzlich ist. Zum Bericht Darum ist es wichtig: Das Treffen in Genf war von Beobachtern zu einer Art «Stunde der Entscheidung» über Krieg oder Frieden in Europa stilisiert worden. Das erschien immer schon von übertriebener Dramatik. Es ist nämlich auch nach dieser Begegnung in der Schweiz unklar, wie sich Russland und Amerika annähern wollen. Russland wird in den nächsten Wochen grossangelegte Seemanöver unter anderem im Atlantik und im Mittelmeer abhalten. Und die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen haben am Freitagabend angekündigt, der Ukraine in den USA hergestellte Panzerabwehrraketen und Flugabwehrsysteme zu liefern. Zu den neusten Entwicklungen Diese Rolle spielt die Schlacht von Poltawa: Wie sehr die Geschichte das Verhältnis zwischen der Ukraine und Russland belastet, zeigt sich an kaum einem Ort so gut wie in Poltawa. Hier errang Zar Peter der Grosse 1709 einen glänzenden Sieg über die Armee des Schwedenkönigs Karl XII. und verwandelte das international bis dahin kaum beachtete Zarenreich zu einer europäischen Grossmacht. Heute zeigt sich ausgerechnet hier ein starker Widerstandsgeist gegenüber Russland. Zum Bericht

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